Gespräch mit US-Frauenechtlerin

Meghan Markle: Politische Äußerung sorgt für royalen Shitstorm - „Hör auf Steuergelder zu klauen“

Meghan Markle hat es erneut getan und sich politisch geäußert. Ihr Aussagen kommen beim britischen Volk aber gar nicht gut an. Die Herzogin kassiert stattdessen einen Shitstorm.

  • Meghan Markle hat ein Gespräch mit der US-Frauenrechtlerin Gloria Steinem geführt.
  • Darin geht es unter anderem um Politik und Feminismus.
  • In England kommen die Aussagen der Herzogin gar nicht gut an.

Los Angeles - Nein, ein Fähnchen im Wind ist Meghan Markle* nun wirklich nicht. Die Ehefrau von Prinz Harry gilt als starke Persönlichkeit, die bei ihrer Meinung bleibt - komme was wolle. In einem Gespräch mit der US-Frauenrechtlerin Gloria Steinem hat die Ex-Schauspielerin in ungewollter Weise das britische Volk verärgert. Doch was war passiert?

In dem Gespräch mit der 86-jährigen Aktivistin geht es um Themen wie Politik und Feminismus. So weit, so gut. Eigentlich äußern sich Mitglieder des britischen Köngishauses nicht zum politischen Geschehen, das war aber nicht der springende Punkt für viele Briten. Die störten sich vielmehr an einer ganz bestimmten Aussage von Meghan*. Im Plausch mit Steinem einigen sich die beiden, dass „wir Frauen miteinander verbunden und nicht etwa einander übergeordnet sind.“

Meghan provoziert Shitstorm mit Gespräch über Politik und Feminismus

In den sozialen Medien kommt diese Aussage gar nicht gut an, denn trotz Lossagen vom Königshaus im März diesen Jahres gelten Harry und Meghan weiter als Mitglieder der königlichen Familie. Die 39-Jährige verzichtet demnach nicht auf ihren royalen Titel, stellt sich damit nach Meinung vieler Briten über andere Frauen hinweg. „Gleich oder höher gestellt?“, fragt eine Userin bei Twitter und postet dazu drei Fotos, auf denen jeweils verschiedene Personen den königlichen Hofknicks vor Meghan* machen.

Ein weiterer wird noch deutlicher: „Wenn sie wirklich glaubt, dass Frauen untereinander gleich und nicht höher gestellt sind, wie kann es dann sein, dass sie sich selbst als Pseudo-Herzogin sieht. Gib deinen königlichen Titel ab und hör auf, britischen Steuerzahlern das Geld zu klauen.“

Meghan Markle: Briten echauffieren sich über politische Aussage der Herzogin

Im gesamten Gespräch ist eine gewisse Schwärmerei von Meghan gegenüber der 86-jährigen Aktivistin nicht von der Hand zu weisen. „Ich glaube, es wird oft vergessen, wie hart Frauen wie du und so viele andere vor dir dafür gekämpft haben, dass wir da sind, wo wir jetzt sind“, erzählt die Herzogin: „Ich bin wirklich dankbar, ein Teil deiner Bewegung zu sein, weil es sich gut anfühlt, das Richtige zu tun.

Das Interview wurde wohl am neuen Wohnsitz von Harry und Meghan* in Santa Barbara aufgezeichnet. Zu Beginn des Gesprächs sagt Steinem zu Meghan: „Willkommen zu Hause. Ich bin so froh, dass du wieder zu Hause bist.“ Die Herzogin antwortet: „Ich auch. Aus so vielen Gründen.“ Durch den endgültigen "Megxit" und den Umzug in die USA wollen Harry und Meghan mit ihrem Sohn Archie ein neues Leben aufbauen - fernab des britischen Königshauses. Die beiden arbeiten derzeit an verschiedenen Projekten. So zeigte sich die 39-Jährige zuletzt sehr engagiert im US-Wahlkampf. Die Herzogin gilt als scharfe Kritikerin von Präsident Trump. Bereits zuvor hatte Meghan Frauen bei einem Online-Treffen dazu ermutigt, wählen zu gehen. Nun folgte also das Gespräch mit Gloria Steinem, das vom Portal Makers Women initiiert wurde. Die Bewegung setzt sich für Gleichberechtigung ein.

Harry und Meghan haben sich einen Mega-Deal mit Netflix* geschnappt und steigen ins Filmgeschäft ein. Die Royals könnten bald auch einen Podcast haben, dank eines verlockenden Angebotes von der Streaming-Plattform Spotify. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Facundo Arrizabalaga/PA Wire/dpa/picture alliance

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