Aschewolke: Merkel muss zwischenlanden

Berlin  - Die riesige Aschewolke über Europa hat auch den Heimflug von Angela Merkel aus den USA beeinträchtigt. Sie muss in Portugal einen Zwischenstopp einlegen.

Das Regierungsflugzeug mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an Bord ist auf dem Rückflug von den USA wegen der Aschewolke über Mitteleuropa nach Lissabon, Portugal umgeleitet worden. Die deutsche Botschaft in Lissabon bereitet nun die Unterbringung der Kanzlerin und ihrer Delegation vor.

Vulkanasche legt Flugverkehr in Europa lahm

Vulkanasche legt Flugverkehr in Europa lahm

Ein Weiterflug des Airbus ist wegen der vorgeschriebenen Ruhepause für die Crew frühestens Samstagmittag möglich. Merkels Landung wurde nach den ursprünglichen Planungen für 15.30 Uhr in Berlin-Tegel erwartet. Der Luftraum in ganz Norddeutschland ist aber wegen der Aschewolke gesperrt.

Probleme könnte es auch für Merkels am Sonntag geplanten Flug nach Polen geben, wo sie neben Bundespräsident Horst Köhler an den Trauerfeierlichkeiten für den bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen polnischen Präsidenten Lech Kaczynski teilnehmen will.

Aschewolke behindert Soldaten-Heimkehr

Die Aschewolke hat zudem Auswirkungen auf die Bundeswehr in Afghanistan. Die bei dem Angriff der Taliban am Donnerstag verletzten Soldaten sollten ebenfalls im Laufe des Freitags in deutsche Bundeswehrkrankenhäuser gebracht werden. Ob und wann es dazu kommt, war ebenfalls noch offen.

Lage in Europa wird sich vorerst nicht entspannen

Die Lage an den Flughäfen in Europa wird sich nach Vorhersagen der Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol auch am Samstag nicht entspannen. Die Aschewolke werde sich über Europa ausbreiten und deutlich größere Teile überdecken als am Freitag, teilten die Luftsicherheitsexperten in Brüssel mit. Darauf deuteten alle Wetterdaten hin. Die Wolke werde weiter nach Süden ziehen und schon am Samstagmorgen eine gedachte Linie von Südfrankreich über Norditalien bis zum nördlichen Balkan erreichen.

Luftraum mindestens bis Samstagabend gesperrt

Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird der gesamte deutsche Luftraum mindestens bis Samstagabend gesperrt bleiben. Die Bahn, Bus- und Mietwagenunternehmen bereiteten sich am Freitag bereits so gut es geht auf einen unverminderten Ansturm von Reisenden vor. Im ungünstigsten Fall werde es wegen der Vulkanasche aus Island auch am Sonntag keine Flüge geben

DAPD/dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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