Biohof unter EHEC-Verdacht - "Tun mir leid"

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Die Polizei fuhr am Montag auf das Gelände des Biohofs

Bienenbüttel - Der niedersächsische Gärtnerhof Bienenbüttel steht unter EHEC-Verdacht. Vor Ort ist die Hölle los. Die Nachbarn haben Mitleid und sorgen sich um die Zukunft des Familienbetriebs.

Der Verdacht, dass der niedersächsische Gärtnerhof Bienenbüttel Ursprung der bundesweiten EHEC-Epidemie sein soll, hat Nachrichten-Teams aus ganz Deutschland, aus Großbritannien und Frankreich auf den Plan gerufen, die mit ihren Fahrzeugen die Seitenränder der kleinen Sackgasse säumen.

Hildegund Greve wohnt mit ihrem Mann direkt neben dem Gärtnerhof und betont beim Gespräch über den Gartenzaun: „Das sind sehr nette Leute, die tun uns wirklich leid.“ Was wohl jetzt mit dem Betrieb geschehen wird? „...etwas Schlimmes vielleicht“, fürchtet Hildegund Greve.

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Sorgen um den Familienbetrieb, der seit 1978 Bio-Anbau betreibt, unter anderem Keimsprossen produziert und vertreibt, macht sich auch Karen Erbuth. Sie wohnt ein paar Häuser weiter und schlängelt sich gerade mit ihrem Fahrrad an den Ü-Wagen vorbei. „Früher haben wir da ja auch gekauft, da gab es noch einen Hofladen“, sagt sie. 15 bis 18 Jahre müsse das jetzt her sein. Einen kühlen Erdkeller habe es damals dort gegeben, erinnert sich die Steddorferin. Heute allerdings versorgt sie sich aus dem eigenen Garten. „Da habe ich Salat, und den esse ich auch.“ Gemischte Gefühle hat Karen Erbuth allerdings, wenn die Vorfälle etwas mit dem Grundwasser zu tun haben sollten. Aber Genaues wisse man ja noch nicht.

Ines Bräutigam

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