Brandserie auf Sylt: Verdächtiger festgenommen

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Nach der Brandserie auf der Urlaubsinsel Sylt hat die Polizei einen Verdächtigen vorläufig festgenommen.

Sylt/Husum - Nach der Brandserie auf der Urlaubsinsel Sylt hat die Polizei einen Verdächtigen vorläufig festgenommen. Der 46- Jährige könnte im Zusammenhang mit den Bränden der vergangenen Nacht stehen.

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Das sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Husum. Er sei am Samstagmorgen um 2.30 Uhr auf Sylt festgenommen worden. Derzeit gebe es noch keine Hinweise, dass der Mann als Verursacher der anderen Brände auf der Nordseeinsel in Betracht kommt. Weitere Angaben könnten momentan noch nicht gemacht werden, die Ermittlungen dauern an, sagte die Sprecherin. In der Nacht zum Samstag hatte es erneut gleich fünfmal gebrannt. Zunächst wurde in Westerland ein Buschbrand gemeldet.

Innerhalb weniger Stunden brachen Feuer an vier weiteren Stellen aus. Verletzt wurde niemand. Brandstiftung sei wahrscheinlich, hieß es zunächst. Die Polizei geht auch von einem Zusammenhang zu den bisherigen elf Bränden aus, die vermutlich ein oder mehrere Brandstifter seit dem 11. August entfacht hatten. Es seien auch Nachahmungstäter möglich, sagte eine Sprecherin. Das zweite Feuer der vergangenen Nacht brach in einer Kneipe aus. Die Flammen wurden gelöscht, bevor ein Schaden an dem Haus entstehen konnte. Kurz vor 2.00 Uhr brannten in der Nähe eines Bistros im Bahnhofsbereich ein Mülleimer und ein Container.

Feuer Nummer vier an einem Reetdachhaus in Westerland konnte gelöscht werden, bevor größerer Schaden entstand. Zuletzt brannte ein Schuppen, der nicht mehr gerettet werden konnte. Die Feuerwehren der Insel wurden in den vergangenen Tagen unter anderem zu einem Hotel, zur Volkshochschule “Akademie am Meer“ sowie mehrfach zu einem Pflegeheim gerufen. Sie mussten mehr als 400 Menschen vor Flammen und Rauch in Sicherheit bringen. Bislang wurden sieben Menschen verletzt. Sylt ist die nördlichste Insel Deutschlands und vor allem wegen seiner prominenten und wohlhabenden Besucher bekannt. Die Bewohner leben hauptsächlich vom Tourismus.

dpa

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