Crawford-Erpresser gesteht vor Gericht

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Ein Erpresser des US-Topmodels Cindy Crawford steht seit Dienstagmorgen vor dem Amtsgericht des schwäbischen Kirchheim.

Kirchheim unter Teck - Ein 26-Jähriger hat vor dem Amtsgericht Kirchheim unter Teck (Baden-Württemberg) die Erpressung des US-Topmodels Cindy Crawford gestanden.

Nach seiner Abschiebung aus den USA habe er von Deutschland aus die Werbe-Ikone mit einem Foto ihrer Tochter erpresst, sagte der Mann am Dienstag zum Prozessauftakt. Das Foto zeigt das Mädchen, wie es auf einem Stuhl sitzt und an Händen und Füßen gefesselt ist. Das Bild soll während eines “Räuber- und Gendarm-Spiels“ entstanden und im Sommer 2009 über ein ehemaliges Kindermädchen in die Hände des Angeklagten gelangt sein. Der Mann drohte damit, das Foto an die Presse zu verkaufen.

Der Angeklagte hatte die Erpressung bereits bei seiner polizeilichen Vernehmung eingeräumt. Vor Gericht bestritt er aber, Crawford schon in den USA erpresst zu haben, wie es ihm die Staatsanwaltschaft vorhält. Zwar habe er vom Ehemann des Supermodels für das Foto eine “Aufwandsentschädigung“ von 1000 US-Dollar (derzeit 731 Euro) erhalten. Auf keinen Fall habe er damals aber schon den Gedanken an eine Erpressung gehabt, sagte er. Auf die Idee sei er erst in Deutschland gekommen, weil er Crawfords Ehemann für seine Abschiebung verantwortlich gemacht habe.

dpa

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