Dioxin-Skandal: Razzia bei Betrieb in Uetersen

Uetersen - Im Dioxin-Skandal hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch den Betrieb des schleswig-holsteinischen Futtermittelherstellers durchsucht.

Polizisten und Staatsanwälte gingen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittag auf das Betriebsgelände des Futterhersteller Harles & Jentzsch in Uetersen (Kreis Pinneberg), um Beweismittel sicherzustellen.

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Die Staatsanwaltschaft Itzehoe führt ein Ermittlungsverfahren gegen die Leitung des Unternehmens. Es soll technische Mischfettsäuren, die für die Papierherstellung bestimmt waren, für Futtermittel verwendet haben. In Uetersen fuhren am Mittag Polizisten und zivile Ermittler in mehreren Fahrzeugen vor.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte der dpa, dass es eine gerichtlich angeordnete Durchsuchung gebe. Das betreffe auch einen Betrieb im niedersächsischen Bösel, sagte Behördensprecher Friedrich Wieduwilt. Das Werk bei Cloppenburg betreibt ein Tanklager und eine Futterfett-Rührstation für Harles & Jentzsch.

Bis zu 3000 Tonnen verseuchtes Futterfett wurden nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums im November und Dezember hergestellt und gingen an 25 Futtermittelhersteller in mindestens vier Bundesländern. Anders als zunächst angenommen, wurden auch Agrarbetriebe in Schleswig-Holstein mit belastetem Futter beliefert. Es kam von einem Hamburger Händler, der Vorprodukte aus Uetersen bezogen hatte.

dpa

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