Ermittlungen nach tödlichem Busunfall

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Das Wrack des Busses.

Apen/Leer - Horrorunfall auf der A28 bei Oldenburg: Nach einem Busunglück, bei dem mehrere Schüler teils schwer verletzt wurden und eine Mutter ums Leben kam, suchen Ermittler nun nach der Ursache.

Nach dem Busunglück auf der A 28 in Niedersachsen dauern die Ermittlungen nach der Ursache an. Der Fahrer des Busses sei auch am Tag nach dem Unfall bei Apen noch nicht vernehmungsfähig. Das teilte die Polizei in Leer am Freitag mit.

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Nachdem eine 40 Jahre alte Mutter am Donnerstag während einer Klassenreise im Bus tödlich verletzt wurde, hatten sich die Ermittler auf die Suche nach der Ursache des tragischen Unglücks gemacht. Nach Angaben der Polizei in Leer erlag die Frau inzwischen ihren Verletzungen. Sie war mit den Schülern als Begleitperson zu einer Reitveranstaltung in Oldenburg unterwegs, als der Bus der Reisegruppe in der Nähe von Apen (Kreis Ammerland) gegen ein Baustellenfahrzeug prallte.

Der Zusammenstoß war so heftig, dass der Bus an der rechten Seite bis zur hinteren Tür aufgerissen wurde. Bei zwei Lehrerinnen ist der Zustand nach Angaben der Landesschulbehörde weiter kritisch. In der Schule im ostfriesischen Hage sind derzeit sechs Psychologen im Einsatz. Die meisten der 13 Unfallopfer sind Schüler, auch ein Vater musste in der Klinik behandelt werden. Der Busfahrer, der die Gruppe aus Hage (Kreis Aurich) nach Oldenburg bringen sollte, steht noch immer unter Schock.

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An dem Unfallort in einer Tagesbaustelle hatte sich am Donnerstag ein Bild der Verwüstung geboten. Metall- und Glassplitter übersäten die Straße. Auf der Fahrbahn lagen Sitze des Busses, Decken, Tücher und Infusionsflaschen. Drei Rettungshubschrauber und mehr als ein halbes Dutzend Rettungswagen waren im Einsatz. Die Opfer wurden in Kliniken der Umgebung von Ärzten und Notfallseelsorgern betreut.

Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) reagierte mit Bestürzung auf die Tragödie: “Es ist schlimm, dass ein Schulausflug so tragisch, so dramatisch enden kann.“ Die Landesschulbehörde entsandte ein Kriseninterventionsteam. Das Busunternehmen zeigte sich ebenfalls schockiert, aber Einzelheiten über den Fahrer wurden zunächst nicht bekannt. Warum der Bus mit voller Wucht auf den Kleinlaster prallte, will die Polizei im Lauf des Tages klären.

dpa

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