Erneut S-Bahn in Berlin entgleist

Berlin - In Berlin ist erneut ein S-Bahnzug entgleist. Der Vorfall habe sich am Sonntagmorgen  ereignet, bestätigte eine Sprecherin der S-Bahn einen Bericht der “Berliner Morgenpost“.

Bei einer Rangierfahrt ohne Fahrgäste sei der zweite Wagen des Zuges im Bereich einer Weiche am Bahnhof Grünau aus dem Gleis gesprungen. Die Ursache sei noch unklar. Weil eine Baustelle zudem zu Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr im Südosten Berlins führte, war der Verkehr bis zum Vormittag auf den Linien S8, S9 und S46 massiv eingeschränkt.

Zur Frage, ob erneut ein Radbruch die Ursache war, wollte sich die Sprecherin nicht äußern. Es sei auch möglich, dass Schäden an den Bahngleisen für den Unfall verantwortlich seien. Der Unfall ereignete sich demnach bei planmäßigen Rangierarbeiten. Ermittler des Eisenbahn-Bundesamtes seien gemeinsam mit der S-Bahn bis zum Nachmittag mit Untersuchungen an der Unfallstelle beschäftigt gewesen. Ob der S-Bahnverkehr am Montag beeinträchtigt ist, wollte die Sprecherin nicht ausschließen. “Wir sind noch dabei zu prüfen, ob dieses Ereignis Auswirkungen auf den morgigen Berufsverkehr hat“, betonte sie.

Hintergrund sei, dass die Unfallstelle auf der Strecke zu einem Instandsetzungswerk liege. Sei der Kreislauf hier unterbrochen, könnten Züge nicht mehr zur Reparatur gebracht werden oder das Werk nach Instandsetzung verlassen. Eigentlich wollte die S-Bahn von Montag an ihren früheren Normalfahrplan wieder zu 95 Prozent einhalten. Dann sollten weitere Züge aus den Werkstätten in den Verkehrsbetrieb zurückkehren.

Seit Monaten kann die S-Bahn Berlin nur stark eingeschränkt fahren. Der Notbetrieb ist eine Folge von Überprüfungen der Räder und Achsen der Züge. Die Kontrollen waren vom Eisenbahn- Bundesamt angeordnet worden. Grund dafür war ein Radbruch am 1. Mai in Kaulsdorf.

dpa

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