Ex-Staatsanwalt: Strafe wegen Kinderpornos

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Ein ehemaliger Kölner Staatsanwaltschaft muss eine hohe Geldstrafe wegen dem Besitz von Kinderpornos zahlen.

Köln - Eigentlich sollte er als Staatsanwalt gegen Kriminalität ankämpfen. Doch ein Kölner Jurist hatte selbst Kinderpornos auf seinem PC und wollte sich sogar mit jungen Mädchen verabreden.

Ein früherer Kölner Staatsanwalt muss wegen des Besitzes von Kinderpornografie 14 400 Euro Strafe zahlen. Der 63-Jährige habe seinen Einspruch gegen einen entsprechenden Strafbefehl zurückgezogen, sagte der zuständige Kölner Amtsrichter am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Damit ist der Strafbefehl rechtskräftig, so dass es nicht zu einer Hauptverhandlung kommen wird. Ein Computerhändler hatte im Sommer vergangenen Jahres auf dem Privat-PC des Mannes kinderpornografische Dateien entdeckt und die Polizei eingeschaltet. Die Ermittlungen ergaben auch, dass der Staatsanwalt unter falscher Identität versucht haben soll, sich über das Internet mit einem 13-jährigen Mädchen zu verabreden. Schon der Versuch gilt als sexueller Missbrauch.

Der Beschuldigte, der inzwischen im Ruhestand ist, war rund 30 Jahre in der Kölner Staatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität zuständig. Das Verfahren gegen ihn war aus Gründen der Objektivität von der Bonner Staatsanwaltschaft geführt worden. Der 63-Jährige muss sich nun noch einem Disziplinarverfahren stellen, in dem über eine eventuelle Kürzung seiner Pensionsbezüge entschieden wird.

dpa

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