Experten ermitteln nach Flugunfällen mit sechs Toten

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Bei einem Flugtag in Erpfental (Ostalbkreis) stießen ein Hubschrauber und ein Flugzeug zusammen.

Ellwangen/Fronreute - Nach den tödlichen Flugunglücken am Sonntag in Baden-Württemberg hat die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung Ermittlungen aufgenommen.

Die Experten aus Braunschweig wollen klären, wie es zu den Unfällen kam, die sechs Menschen das Leben kosteten. Vier Menschen starben nahe Ellwangen, als eine Cessna und ein Hubschrauber zusammenstießen. Bei Fronreute wurden der 62-jährige Pilot und sein 54-jähriger Passagier getötet, als ihr Ultraleichtflugzeug abstürzte.

Zu den Todesopfern in Ellwangen zählt der 42-jährige Pilot des Hubschraubers aus der Region Oberpfalz/Weiden. Die Identität der drei toten Hubschrauber-Passagiere ist noch ungeklärt; die Polizei rechnet mit Erkenntnissen im Laufe des Montags. Der 57-jährige Pilot der Cessna, der nach Polizeiangaben aus dem Raum Nördlingen (Bayern) stammt, wurde schwer verletzt und hat gute Überlebenschancen.

Das Unglück auf dem Flugfeld in Ellwangen-Erpfental ereignete sich bei einem Fest, zu dem rund 1000 Besucher gekommen waren, um sich über den Flugsport zu informieren. Sie waren nach Polizeiangaben jedoch nicht in Gefahr. Etwa 500 Meter von dem Flugfeld entfernt prallten die Cessna und der Helikopter zusammen, der einen Rundflug unternommen hatte. Der Hubschrauber stürzte senkrecht auf ein Stoppelfeld, fing Feuer und brannte vollständig aus.

Bei dem Unglück nahe Fronreute war das Ultraleichtflugzeug wenige Minuten nach dem Start am Flugplatz in Berg in der Luft auseinandergebrochen. Wrackteile stürzten auf einer Strecke von einem Kilometer zu Boden. An Bord der Maschine hatte es weder eine Explosion noch ein Feuer gegeben, wie die Polizei mitteilte. Beide Tote galten als erfahrene Piloten mit langjähriger Praxis.

dpa

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