Falscher Berufspilot aufgeflogen

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Der falsche Pilot hat jetzt Flugverbot.

München - Ein Hochstapler, der jahrelang als Berufspilot Passagierjets europäischer Gesellschaften flog, hat sich aus gewöhnlichem Papier eine schwedische Flugerlaubnis gebastelt.

Das gefälschte Dokument sei “ein Fantasiegebilde, weder eingeschweißt noch mit dicken Stempeln versehen“, erzählte der falsche Pilot in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin “Focus“. Er habe sich zunutze gemacht, dass die Fluglizenzen in Europa nicht einheitlich gestaltet seien. “Eine Airline mit Sitz in Italien weiß nicht, wie eine Lizenz aus Schweden aussieht. Zudem sind die Ausweise nicht fälschungssicher“, sagte der Schwede.

Airlines & ihre Flugbegleiterinnen

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Er besitze eine Pilotenlizenz für einmotorige Maschinen und habe sich das Fliegen auf großen Passagiermaschinen selbst beigebracht. Trainiert habe er immer nachts heimlich im Ausbildungszentrum der Fluggesellschaft Scandinavian Airlines (SAS) im Simulator. “Zwei bis drei Stunden habe ich dort immer geübt - mindestens fünfzehn bis zwanzig Mal in eineinhalb Jahren.“ Irgendwann sei ihm die “Schnapsidee mit der Bewerbung bei einer richtigen Airline“ gekommen, sagte der Schwede. Der Schwede wurde zu 2000 Euro Geldstrafe und einem Jahr Flugverbot verurteilt - die Richter hielten ihm sein unfallfreies fliegerisches Können zugute.

Kurioses zwischen Himmel und Erde

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Durch seinen Fall wurden die Sicherheitsbeauftragten der europäischen Luftfahrt jetzt aktiv, die sich Mitte Juni laut “Focus“ damit beschäftigen wollen.

dpa

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