Festnahmen wegen Hilfe für Irans Waffensysteme

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Mit den weiteren Ermittlungen ist das Zollkriminalamt beauftragt.

Karlsruhe - Wegen Verstößen gegen das Iran-Embargo hat die Bundesanwaltschaft eine Festnahme und Durchsuchungen in Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Bayern veranlasst.

Wie die Behörde am Samstag in Karlsruhe mitteilte, wurde gegen den 52-jährigen Iraner Mohsen A. Haftbefehl erlassen. Er soll im Juli 2007 einen Sinterofen im Wert von 1,4 Millionen Euro aus Deutschland in den Iran exportiert haben. Dieser Ofen könne zur Herstellung von Technologie für Raketenträgersysteme verwendet werden. Er fällt deshalb unter die Bestimmungen des sogenannten Iran-Embargos.

Wegen Verbrechen nach dem Außenwirtschaftsgesetz wird auch gegen einen 49-jährigen deutschen und iranischen Staatsangehörigen sowie einen 64-jährigen Deutschen ermittelt. Im Juli 2008 sollen die Beschuldigten einen weiteren Ofen über einen Scheinempfänger in Asien an eine in das iranische Trägertechnologieprogramm involvierte Firma in den Iran geliefert haben. Mohsen A. wurde am Freitag festgenommen.

dpa

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