Foodwatch: Bahn mogelt im Speisewagen

Berlin - Der Verein Foodwatch wirft der Bahn vor, in ihren Speisewagen eine Mogelpackung zu verkaufen.

Bei der Aktion “TV-Köche tischen auf“ werde der Eindruck erweckt, es würden Gerichte besonderer Qualität serviert. Tatsächlich handele es sich um Fertigprodukte, kritisierten die Verbraucherschützer am Donnerstag in Berlin. Die Deutsche Bahn sieht sich zu Unrecht angegriffen. “Wir haben nichts zu verbergen“, sagte eine Sprecherin.

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Foodwatch monierte, die Spitzenköchin Sarah Wiener werbe als “überzeugte Botschafterin gesunder Ernährung“ zum Beispiel für eine gefüllte Schweinefleischroulade. In der Bahn-Speisekarte seien dabei keine Zusatzstoffe oder Aromen deklariert - verwendet würden sie dennoch, etwa gehärtetes Palmfett, der Geschmacksverstärker Hefeextrakt und das Verdickungsmittel Xanthan. Diese “Mogelei“ sei legal, weil nach geltender Verordnung nicht alle Zusatzstoffe aufgeführt werden müssten. Foodwatch verlangte vom Gesetzgeber, dies zu ändern.

Die Bahn bestätigte die Verwendung der genannten Stoffe, nahm jedoch für sich in Anspruch, einer der wenigen “Systemgastronomen“ in Deutschland zu sein, “die, wo immer möglich, auf jegliche Zusatzstoffe bei der Produktion ihrer Gerichte verzichten“.

dpa

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