Frankfurter U-Bahn-Attacke: Eine Täterin kam Opfer zur Hilfe

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Das Opfer wurde an der Frankfurter U-Bahn-Station Zeilweg angegriffen.

Frankfurt/Main - Im Fall der drei mutmaßlichen U-Bahn-Schlägerinnen von Frankfurt, kam eine der Frauen dem schwerverletzten Opfer zur Hilfe.

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Das teilte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Doris Möller-Scheu, am Donnerstag der AP auf Anfrage mit. Sie bestätigte Informationen des Hessischen Rundfunks, wonach eine der mutmaßlichen Täterinnen dem Mann zu Hilfe gekommen war. Nachdem die drei Frauen aus der Bahn ausgestiegen seien, habe eine von ihnen versucht, den Verletzten “zu verarzten“.

 Die drei drogenabhängigen, 17 bis 19 Jahre alten Frauen hatten sich am Mittwoch, 7. Oktober, untereinander gestritten und körperlich attackiert. Einen Fahrgast, der zu schlichten versuchte, pöbelten sie an. Der 51-Jährige kam ihm zu Hilfe; er wurde von einer 17-Jährigen geschlagen und getreten und zur Tür hinaus gestoßen.

Die Polizei kritisierte, dass etwa 20 Zeugen tatenlos zugesehen hätten. Der Sender berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, eine der vermeintlichen Schlägerinnen habe versucht, die 17-Jährige von den Tätlichkeiten zurückzuhalten und ihr einen Schlag versetzt. Das bestätigte Möller-Scheu jedoch nicht. Sie wies darauf hin, dass nur bei der 17-Jährigen ein dringender Tatverdacht bestehe; sie sitzt in U-Haft.

Eine Woche nach der Attacke ist der 51-Jährige noch im Krankenhaus.

ap

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