Klimaschutz

Fridays for Future: Neubauer kündigt groß angelegte Proteste in den nächsten Monaten an

Friday-for-Future-Aktivstin Luisa Neubauer aufgenommen 2019 nach einem dpa-Interview in Berlin.
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Friday-for-Future-Aktivstin Luisa Neubauer (Archivbild)

Fridays for Future will den Opfern der Flutkatastrophe gedenken und kündigt landesweite Proteste gegen mangelnden Klimaschutz an.

Berlin - Nach der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands hat die Klimaschutzbewegung Fridays for Future bundesweite Proteste für Freitag angekündigt. Unter dem Motto „Die Klimakrise ist hier“ wollen die Aktivisten und Aktivistinnen besseren Klimaschutz einfordern und der Todesopfer der verheerenden Unwetter gedenken, wie Fridays for Future am Donnerstag mitteilte. Bei den Demos wollten sie Spenden für die Flutopfer sammeln und in betroffenen Regionen bei Aufräumaktionen helfen.

Insgesamt waren in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz in den vergangenen Tagen mindestens 175 Menschen ums Leben gekommen, zahlreiche Gebäude, Straßen und Bahnstrecken wurden zerstört. Politiker mehrerer Parteien sprechen sich seitdem verstärkt für besseren Klimaschutz aus.

Fridays for Future: „In jeder Ecke des Landes mobilisieren“

Laut Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer* soll es in den kommenden Monaten immer wieder groß angelegte Fridays-for-Future-Proteste geben. „Wir werden in den nächsten Monaten in jeder Ecke des Landes und jeder Generation mobilisieren, hunderte Proteste organisieren und dafür sorgen, dass im besten Falle Menschen überall anfangen, die Klimakatastrophe - und die eigene Stimme bei der Wahl - so ernst zu nehmen wie möglich“, sagte sie der „Rheinischen Post“ vom Donnerstag.

Zugleich betonte Neubauer, die Bewegung sei „kein Selbstzweck“. „Wir machen diese Proteste ja mit dem Ziel, dass sie überflüssig werden und die Politik selbst so handelt, wie es die Klimakrise tatsächlich erfordert“, sagte die Klimaaktivistin. Vor der Corona-Pandemie habe die Bewegung im politischen und öffentlichen Bewusstsein viel erreicht und die Hoffnung gehabt, „dass sich dieses Bewusstsein dann in der realen Politik niederschlagen und materialisieren würde. So kam es nicht.“ (AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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