Gericht entscheidet: Bruchpilot muss blechen

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Bei dem Unglück waren mehrere Menschen verletzt worden.

Düsseldorf - Weil er mit seinem Flieger auf der A 52 bei Essen eine Bruchlandung hingelegt hatte, muss der Pilot 150 000 Euro zahlen.  Das entschied jetzt ein Gericht.

Das Düsseldorfer Oberlandesgericht wies damit am Donnerstag die Berufung des 49-jährigen Unternehmers zurückgewiesen. Ihm war vor gut drei Jahren kurz vor dem Ziel-Flughafen der Sprit ausgegangen. Bei der Notlandung im dichten Berufsverkehr waren fünf Menschen teilweise schwer verletzt worden. Eine Versicherung hatte sich geweigert, den Kasko-Schaden am Flugzeug zu bezahlen. Der Pilot habe grob fahrlässig gehandelt.

Das sahen die Richter auch so. Der zweimotorige Flieger hatte eine Brücke gestreift, zwei Autos waren in den Rumpf des Flugzeugs gekracht. Eine Minute vor der Landung in Mülheim/Ruhr waren die Motoren wegen Spritmangels ausgefallen. “Es ist eine Todsünde, wenn in diesem Bereich Fehler gemacht werden“, hatte Richter Wilfried Keiluweit bereits während der mündlichen Verhandlung Ende November gesagt. Der Pilot sei dafür verantwortlich, dass ausreichend Treibstoff in den Tanks ist.

Im Zweifel dürfe er nicht starten. Im konkreten Fall habe der Düsseldorfer Geschäftsmann das Logbuch nicht ausreichend überprüft und den Mess-Stab nicht genutzt, um die Füllhöhe zu kontrollieren. Wegen fahrlässiger Körperverletzung war der Pilot bereits vom Amtsgericht Essen zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Zwei Mitarbeiterinnen des Geschäftsmanns waren an Bord der Maschine schwer verletzt worden: Die eine brach sich die Füße, die andere erlitt einen Beckenbruch. Der Pilot selbst war dem Wrack unverletzt entstiegen. Seine Fluglizenz hatte das Luftfahrt-Bundesamt einkassiert.

dpa

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