Groß-Razzia bei Neonazi-Gruppe „Weiße Wölfe“

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In fünf Bundesländern haben die Sicherheitsbehörden Suchaktionen bei den „Weißen Wölfen“ gestartet.

Hamburg - Die Sicherheitsbehörden sind in fünf Bundesländern gegen eine Neonazi-Gruppe mit dem Namen “Weiße Wölfe Terrorcrew“ vorgegangen.

Am Mittwochmorgen wurden in Hamburg, Niedersachsen, Brandenburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen 13 Objekte durchsucht. Den 23 Beschuldigten im Alter von 20 bis 33 Jahren wird vorgeworfen, gegen das Uniformverbot verstoßen zu haben, wie die Hamburger Polizei mitteilte.

Das Erkennungszeichen der Gruppe sind laut Polizei schwarze T-Shirts mit dem Aufdruck “Weiße Wölfe Terrorcrew“ sowie einem Schlagring. Auf der Rückseite steht in blutrot der Schriftzug “Unbelehrbar“ mit dem Spitznamen des Trägers und darunter das Kürzel “C 18“. Diese Kombination steht für “Combat 18“, dem gewaltbereiten Arm des weltweiten rechtsextremistischen Netzwerks “Blood & Honour“.

Der deutsche Ableger wurde im Jahre 2000 vom Bundesinnenministerium verboten. Die Zahl 18 steht für den ersten und achten Buchstaben des Alphabets, A und H, den Initialen Adolf Hitlers. Bei den Durchsuchungen wurden CDs, Computer, T-Shirts, Unterlagen und weitere Beweismittel sichergestellt.

AP

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