Herbe Geduldsprobe für ICE-Reisende

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Bahnreisende mussten am Donnerstag geduldig sein. Zwei Güterzugunfälle sorgten für starke Behinderungen.

Düsseldorf - Zwei Güterzugunfälle innerhalb von 36 Stunden haben auf der wichtigen Fernverbindung Köln-Berlin sowie in Westfalen weiter für starke Behinderungen gesorgt.

Zwar konnten einige der gesperrten Gleise am Donnerstag wieder freigegeben werden, Verspätungen sammelten sich bei den ICE- und IC-Zügen dennoch an, wie ein Bahnsprecher auf DAPD-Nachfrage erklärte. Im Fernverkehr mussten Reisen mit Verzögerungen von bis zu 30 Minuten rechnen. Im Nahverkehr fielen die Züge zwischen Neubeckum und Hamm sowie Löhne und Minden zum Teil komplett aus. Für sie wurden Ersatzbusse eingesetzt. Wann sich die Situation wieder normalisiere sei noch unklar, erklärte der Sprecher.

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Am Mittwoch waren in Vennebeck bei Minden drei leere Kohlewaggons entgleist, bereits am Dienstag war ein Güterzug mit 44 Waggons in Neubeckum aus den Schienen gesprungen. Dabei wurden zahlreiche Weichen und Oberleitungen stark beschädigt. Wegen starken Schneefalls kamen die Bergungsarbeiten in Vennebeck zunächst nur langsam voran.

Unfallursache noch unklar

Warum die Züge entgleisten, ist bislang unklar. Die Untersuchungen an beiden Unfallstellen liefen auf Hochtouren, wie der Bahnsprecher sagte. Nach Angaben des Eisenbahnbundesamtes deutet vieles auf einen technischen Defekt hin. Ob dieser jedoch im Bereich der Fahrzeuge, Gleise, Oberleitungen oder Weichen zu verorten sei, müsse noch ermittelt werden. Auch Wettereinflüsse könnten nicht ausgeschlossen werden, erklärte der Sprecher des Aufsichtsbehörde. Die Bahn riet den Reisenden, sich im Internet unter bahn.de über Verspätungen und Zugausfälle zu informieren.

dpa

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