Hilfswerk bereitet sich auf Chile-Einsatz vor

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In Chile sollen mehr als 300 Menschen bei dem Erdbeben ums Leben gekommen sein.

Friedrichsdorf - Nach dem schweren Erdbeben in Chile bereitet sich das Hilfswerk World Vision auf einen umfangreichen Einsatz im Katastrophengebiet vor.

Derzeit würden Flüge mit dringend benötigten Hilfsgütern organisiert, teilte die Organisation am Sonntag mit. In Kürze solle ein Flug von Bolivien aus starten. An Bord sind Decken, Plastikplanen, Wasserbehälter, Koch- und Hygiene-Artikel. Ein erfahrenes Mitarbeiterteam werde sich in den nächsten Stunden auf den Weg machen, um Opfern des Bebens zu helfen.

Da der Flughafen in der Hauptstadt Santiago de Chile durch das Beben schwer beschädigt wurde, verzögere sich die Einreise. Steve Matthews, Leiter des World-Vision-Katastrophenteams, sagte laut Mitteilung, das Beben sei nicht vergleichbar mit dem in Haiti. Dort seien die Schäden auf wenige Städte konzentriert gewesen. In Chile könnte es dagegen auch viele Schäden in entlegenen Gegenden geben. Dennoch sei das Land erheblich besser auf Erdbeben vorbereitet.

Nach Angaben von World Vision sind in manchen Städten in der Nähe des Epizentrums bis zu 95 Prozent der Häuser zerstört. Zu entlegenen Gebieten gebe es zum Teil bislang keinen Kontakt. World Vision arbeitet nach eigenen Angaben seit 30 Jahren mit rund 100 Mitarbeitern in Chile. Viele der Projekte lägen nahe dem Epizentrum.

dpa

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