Hochwasser-Lage: Steigende Pegel bei Koblenz

Berlin - Während das Rhein-Hochwasser bei Koblenz auch in der Nacht zum Montag weiter anstieg, fiel der Pegel an der Mosel. Die Lage in den deutschen Hochwassergebieten:

Gegen 03.00 Uhr lag der Pegel bei Koblenz bei 7,38 Meter, wie ein Sprecher des Hochwassermeldezentrums in Mainz sagte. Das

Deutsche Eck, die Mündung der Mosel in den Rhein, war überflutet. Der Scheitelpunkt des Hochwassers mit rund 7,70 Metern wurde zwischen 14.00 und 16.00 Uhr erwartet. Den Schätzungen der Behörden zufolge standen zwischen Trier und Koblenz 30 Gemeinden unter Wasser. Die Schifffahrt in Koblenz wurde eingestellt.

Auch in der südniedersächsischen Stadt Hann. Münden im Landkreis Göttingen gab es am Montagmorgen noch keine Entwarnung. Teile der historischen Altstadt und des Stadtviertels Blume standen unter Wasser. Der Pegel der Weser lag um 7.00 Uhr bei 6,16 Meter, wie Bürgermeister Klaus Burhenne (CDU) auf dapd-Anfrage sagte. In der Nacht war er auf den Höchststand von 6,20 Meter geklettert. 

Lage an Mosel entspannt

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An der Mosel hatte sich unterdessen am Montagmorgen die Lage weiter entspannt. Bei Trier fiel der Pegel der Mosel im Laufe der Nacht und lag am Montagmorgen um 9.00 Uhr bei knapp acht Metern. “Trotz leichter Niederschläge in den nächsten Tagen wird der Pegel weiter zurückgehen“, sagte ein Sprecher des Hochwassermeldezentrums in Trier. Grundsätzlich sei so ein Mosel-Hochwasser nichts Besonderes, damit könne man fast jährlich rechnen.

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Auch in Nordrhein-Westfalen war die Lage entspannt. Die Pegel des Rheins stiegen zwar weiter, jedoch deutlich langsamer als in den Tagen zuvor, wie die Hochwasserschutzzentrale Köln mitteilte. Die Wasserstände der Ruhr gingen nach Angaben der Talsperrenleitzentrale zum Teil deutlich zurück.

Die Altstadt von Wertheim in Baden-Württemberg droht hingegen in der Nacht auf Dienstag überflutet zu werden. Während sich die Situation an Tauber und Neckar wieder entspannt habe, steige der Pegel des Main weiter, teilte Rüdiger Friese, Hydrologe der Hochwasser-Vorhersage-Zentrale, am Montag in Karlsruhe mit. Um wie viel die Grenzmarke von 5,20 Meter in Wertheim überschritten wird, war unklar. 

Keine Spur von gekentertem Kanufahrer

Ein am Sonntag im Landkreis Hameln-Pyrmont auf dem Fluss Emmer gekenterter Mann ist offenbar ertrunken. Es gebe weiterhin keine Spur von dem Verunglückten, sagte am Montag ein Polizeisprecher. Das mit drei Personen besetzte Paddelboot war am Sonntagnachmittag gekentert. Während sich ein 12 Jahre alter Junge und ein 17-jähriger Jugendlicher ans Ufer retten konnten, wurde ein 26-jähriger Mann von der starken Strömung abgetrieben.

dapd

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