Jecken und Narren starten in die fünfte Jahreszeit

+
Schweinegrippe lässt grüßen: Ein närrischer Kuss mit Maske

Köln/Düsseldorf - Zehntausende Jecken haben am Mittwoch in den Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf den Start in die fünfte Jahreszeit gefeiert. Pünktlich um 11.11 Uhr ging es los.

Die Narren schunkelten sich bei trübem Novemberwetter schon seit den frühen Morgenstunden warm und zählten dann traditionell die letzten Sekunden bis zum offiziellen Karnevalsbeginn um 11.11 Uhr herunter. Unter begeisterten “Kölle Alaaf“-Rufen begrüßten sie die neue Session, die in diesem Jahr unter dem Motto “In Kölle jebützt“ (In Köln geküsst) steht. Gesundheitsexperten hatten allerdings mit Hinweis auf die Schweinegrippe dazu geraten, es diesmal mit dem Knutschen nicht zu übertreiben.

In Düsseldorf läuteten die Jecken den Karnevalsbeginn pünktlich um 11.11 Uhr mit dem traditionellen Hoppeditz-Erwachen auf dem Marktplatz vor dem Rathaus ein. Die Narrenfigur wird alljährlich mit Weckrufen und Bollerschüssen aus seinem sommerlichen Tiefschlaf gerissen, um der der Obrigkeit in einer spöttischen Rede die Leviten zu lesen. Mit seinen spitzzüngigen Kommentaren begleitet der Urschelm die Jecken und Politiker durch die “fünfte Jahreszeit“, um an alle “Taten und Schandtaten“ des vergangenen Jahres zu erinnern.

Das Motto der Düsseldorfer Jecken lautet in dieser Session in Anlehnung an den Wahlslogan des amerikanischen Präsidenten Barack Obama “Jeck - We can“. Zwtl: Hochzeit des Karnevals im Februar Nach der traditionellen Eröffnung “am Elften im Elften“ kehrt jedoch erst einmal wieder Ruhe in die rheinischen Karnevalshochburgen ein. Die Hochzeit der Karnevalssitzungen und Bälle beginnt Anfang nächsten Jahres. Höhepunkt sind die Rosenmontagszüge am 15. Februar. Am Aschermittwoch dem 17. Februar ist dann wieder “alles vorbei“.

AP

Kommentare