Jedes dritte Kind kommt per Kaiserschnitt zur Welt

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Jedes dritte Kind in Deutschland kommt per Kaiserschnitt zur Welt.

Berlin - Trotz hoher Risiken kommen in Deutschland immer mehr Kinder per Kaiserschnitt zur Welt. Wie die Krankenkassen DAK und TK am Dienstag mitteilten, stieg die Zahl dieser Geburten innerhalb kurzer Zeit erheblich:

Hatte 2002 jede fünfte Frau auf diesem Weg entbunden, war es 2008 schon jede dritte. Dabei ist ein Kaiserschnitt laut TK nur in zwei von hundert Fällen medizinisch notwendig. Immer mehr Frauen entscheiden sich dennoch für eine Geburt per Skalpell, wie die DAK erklärte. Angst vor Geburtsschmerzen oder ein geplanter Geburtstermin könnten Mütter dazu bewegen. Nach Einschätzung der Techniker Krankenkasse (TK) wird ein Kaiserschnitt indes sehr viel öfter von Ärzten empfohlen als von den Eltern gewünscht. Als möglicher Grund gilt in Arztkreisen die höhere Vergütung von Kaiserschnitten gegenüber Spontangeburten durch die Krankenkassen.

Ein weiterer Vorteil des Kaiserschnitts könnte die zeitliche Planbarkeit sein. “Dabei sind die Risiken bei einem Kaiserschnitt viel höher als bei einer normalen Entbindung“, sagte Jürgen Langosch vom TK-Ärztezentrum. Thrombosen und Blutungen gehörten zu den häufigsten Komplikationen. Außerdem habe ein Kind, das durch Kaiserschnitt entbunden werde, ein höheres Risiko, an Diabetes, Krebs oder Asthma zu erkranken. Auch bei den Frühgeburten nennt die TK aktuelle Zahlen: Fast jedes zehnte Kind kommt vor dem Ende der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt. Die häufigste Todesursache bei Säuglingen ist noch immer der plötzliche Kindstod. Die Anzahl derartiger Todesfälle ist trotzdem rückläufig: Traf das Schicksal im Jahr 1991 bundesweit 1.285 Neugeborene, gab es 2007 nur noch 228 Fälle.

apn

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