Mann nach Scherenattacke in Lebensgefahr

Kaiserslautern - Ein vermutlich psychisch kranker Mann hat am Montagabend im rheinland-pfälzischen Kirchheimbolanden mit einer Schere wahllos auf Fußgänger eingestochen.

Eines der fünf Opfer schwebt in Lebensgefahr. Ein 23 Jahre alter Mann hatte nach einem Arztbesuch fünf Passanten verletzt, besonders schwer traf es den 69 Jahre alten Mann. Der Täter sei psychisch krank und deshalb wohl schuldunfähig, sagte der Leiter der Kaiserslauterer Staatsanwaltschaft, Helmut Bleh, am Dienstag. Der Mann soll nach seiner Vorführung bei einem Ermittlungsrichter in die Psychiatrie eingewiesen werden.

Der 23-Jährige war am Montag zunächst in einer psychiatrischen Arztpraxis gewesen. Von dort ging er in eine Apotheke, die im gleichen Gebäude untergebracht ist und griff sich von der Theke eine Papierschere. Mit dieser stach er auf Passanten ein. "Es handelte sich um Zufallsopfer", sagte Bleh. Das Motiv sei eindeutig in der Krankheit des 23-Jährigen zu suchen, der womöglich Wahnvorstellungen gehabt habe. Die Polizei konnte den Mann schließlich überwältigen.

Neben dem 69-Jährigen waren am Dienstag zunächst noch zwei weitere Opfer stationär im Krankenhaus untergebracht. Ihre Verletzungen waren aber nicht so schwer wie die des 69-Jährigen.

dpa

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