Mann schießt in Erfurter Kneipe um sich

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Beamte von Polizei und Landeskriminalamt untersuchen am Sonntag in Erfurt den Eingang zu einer Kneipe. Ein 44-Jähriger hat hier in der Nacht zu Sonntag unvermittelt geschossen und zwei Menschen schwer verletzt.

Erfurt - Nach einem Beziehungsstreit hat ein Erfurter die Nerven verloren und durch Tür und Fenster einer Kneipe geschossen. Die Kugeln verletzen die Wirtin und einen Kellner. Später tötet er sich selbst.

Grausames Ende eines Beziehungsstreits: Ein 44- Jähriger hat in der Nacht zum Sonntag unvermittelt eine Waffe gezogen und von der Straße in eine Erfurter Kneipe geschossen. Er traf die Wirtin und einen Kellner, die schwer verletzt wurden. Zuvor hatte sich der Mann eine heftige Auseinandersetzung mit seiner neun Jahre jüngeren Freundin geliefert. Nach den Schüssen zog sich der Täter in sein Auto zurück. Dann fiel ein weiterer Schuss. “Der 44-Jährige hat sich selbst getötet“, sagte Staatsanwältin Anette Schmitt.

Die Glasscheibe in der Tür der kleinen Kneipe “Triftstube“ im Erfurter Norden ist von fünf Kugeln durchlöchert. Auch Fenster sind beschädigt. Bei den beiden Schwerverletzten handelt es sich um die etwa 50-jährige Wirtin und einen etwa 60 Jahre alten Kellner. Beide mussten operiert werden, waren aber außer Lebensgefahr.

Die Freundin des Täters konnten die Ermittler am Sonntag zunächst nicht vernehmen. “Sie steht unter Schock und wurde ebenfalls ins Krankenhaus gebracht“, sagte Schmitt. Die Frau von Mitte 30 hatte sich bereits in der Gaststätte aufgehalten, als ihr Freund kurz vor Mitternacht erschien und sie betrunken vorfand. Schon in der Kneipe sollen beide gestritten haben. Auf der Straße eskalierte die Auseinandersetzung. Wie der Mann zu der Schusswaffe kam, wussten die Ermittler zunächst nicht. Das Paar soll noch nicht lange zusammengelebt haben.

dpa

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