Marmelade vergiftet - Mann gesteht Erpressung

Aachen - Ein 27-jähriger Mann hat die Erpressung des Aachener Unternehmens Zentis mit vergifteter Marmelade gestanden. Der Grund für seine Tat ist so banal wie dumm. Lesen Sie selbst.

Er habe der Geschäftsführung im Januar einen Erpresserbrief geschrieben und 500.000 Euro verlangt, gestand er am Donnerstag vor dem Aachener Landgericht. Dazu schickte er in einem Päckchen drei mit Lösungsmittel versetzte Marmeladen. Die Mischung hätte laut Anklage bei alten und kranken Menschen sowie bei Kindern zu gesundheitlichen Schäden geführt.

Der Düsseldorfer, ein gescheiterter Student ohne Arbeit, war in Geldnot und wollte mit der Beute seinen aufwendigen Lebensstandard halten. Der Mann ist unter anderem wegen schwerer räuberischer Erpressung angeklagt. “Achtung Produkterpressung. Das ist kein Scherz“, schrieb er dem Konfitüren- und Süßwarenhersteller Zentis am 4. Januar in seinem Brief. Darin forderte er das Unternehmen auf, in nur vier Tagen 500.000 Euro auf ein Konto zu überweisen. Das Konto hatte er schon für andere Betrügereien unter dem Namen eines früheren Kollegen als studentische Hilfskraft eröffnet. Zeitgleich schickte er ein Päckchen mit den drei giftigen Marmeladen.

Die Polizei schnappte den Erpresser 14 Tage nachdem er den ersten Brief abgeschickt hatte. Zentis hatte bis dahin 5000 Euro gezahlt. Das Urteil wird am 20. Juli erwartet.

dpa

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