Bad Buchau

Jugendliche haben sich vor dem Mord fotografiert

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Die Jugendlichen, die eine 26-jährige Nachbarin erschlugen, haben sich vor der Tat mit dem Handy fotografiert.

Bad Buchau - Die Jugendlichen, die bei einer Nachbarin einbrachen und sie mit einem Brecheisen erschlugen, haben sich vor der Tat gegenseitig mit dem Handy fotografiert.

Im Mordfall von Bad Buchau (Baden-Württemberg) hat die Polizei nach SWR-Angaben neue Erkenntnisse. Die beiden Hauptverdächtigen sollen sich vor der Tat gegenseitig mit einem Handy fotografiert haben, berichtete die SWR-Sendung “Landesschau“ am Samstag.

Auf den vom Fernsehsender gezeigten Bildern sind zwei Maskierte zu sehen. Die Polizei wollte sich dazu zunächst nicht äußern. Erst am Freitag war bekanntgeworden, dass der Mord von einer Jugendclique geplant worden war. Die Polizei ermittelt neben den beiden bisherigen Tatverdächtigen gegen vier weitere Jungen und zwei Mädchen.

Ein 15-Jähriger hatte vor rund einer Woche bereits gestanden, seine 26 Jahre alte Nachbarin mit einem Brecheisen erschlagen zu haben, weil diese ihn bei einem Einbruch erwischt habe. Schon Tage zuvor war dieser Einbruch nach Polizeiangaben von den zwei Haupttätern und mehreren Jugendlichen zwischen 14 und 16 Jahren geplant worden.

Ermittlungen gegen mehrere Jugendliche

Dabei sei auch besprochen worden, die Nachbarin zu töten, sollte sie den Einbrecher entdecken, hieß es. Außerdem sollen die Jugendlichen gewusst haben, dass der 15-Jährige eine Grube aushob, um die Leiche darin verschwinden zu lassen. Den Jugendlichen droht eine Haftstrafe, weil sie ein Verbrechen verabredet oder der Frau nicht geholfen haben.

Gegen den 15-Jährigen und einen 16 Jahre alten Komplizen wird wegen Mordverdachts ermittelt. Der 16-Jährige hat nach Erkenntnissen der Polizei zwar nicht geholfen, die Frau zu töten und anschließend ihre Leiche zu verstecken. Er soll aber am Tatort gewesen sein und der Frau nicht beigestanden haben.

dpa

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