Mordversuch vor 28 Jahren: Verdächtiger festgenommen

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Mithilfe von DNA-Analysen können viele frühere Verbrechen aufgeklärt werden.

Köln - Gut 28 Jahre nach einem versuchten Mord hat die Polizei den mutmaßlichen Täter festgenommen. Der Mann soll eine damals 17-Jährige überfallen und mit Messerstichen lebensgefährlich verletzt haben.

Die Ermittler kamen ihm durch seinen “genetischen Fingerabdruck“ auf die Spur, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Der heute 68-Jährige war in der Vergangenheit mehrfach wegen Eigentumsdelikten aufgefallen, so dass seine DNA in der polizeilichen Datenbank gespeichert war.

Der Täter hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft und der Polizei der jungen Frau 1983 in einer Disco ihre Handtasche mit Ausweis und Schlüsseln gestohlen. Noch in derselben Nacht drang er demnach in die Wohnung ein, in der die 17-Jährige mit ihrer Mutter wohnte. Er soll sein Opfer geknebelt und gefesselt haben und versucht haben, es zu vergewaltigen. Als die Jugendliche sich wehrte, soll er so heftig mit einem Messer auf sie eingestochen haben, dass die Klinge abbrach.

Das Verbrechen konnte zunächst nicht aufgeklärt werden. Ende vergangenen Jahres nahmen sich die Ermittler den Fall erneut vor und untersuchten die noch vorhandenen Beweismittel. Dort fanden sie Spuren, die sie mit der DNA-Datenbank abglichen - und landeten einen Treffer. Der 68-Jährige ließ sich in seiner Kölner Wohnung widerstandslos festnehmen. Zu den Tatvorwürfen machte er keine Angaben.

dpa

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