Komfortabel unterwegs

Neues Geschäftsmodell in München? Frau bemerkt seltsame Flixbus-Stopps - und lacht sich schlapp

Mit diesem Flixbus waren offenbar Schüler in München unterwegs.
+
Mit diesem Flixbus waren offenbar Schüler in München unterwegs.

Hat das Unternehmen Flixbus in der Landeshauptstadt München ein neues Geschäftsmodell entdeckt? Eine Anwohnerin hat gleich zweimal kuriose Stopps beobachtet.

  • In München wundert sich eine Frau über wundersame Flixbus-Fahrten.
  • Mitten im Berufsverkehr hielten Gefährte des Unternehmens am Roecklplatz.
  • Junge Fahrgäste stiegen ein. 

München - Es ist ein mehr als ungewöhnlicher Anblick. Mit der Blechlawine, die sich am Morgen Richtung Innenstadt müht, schleicht auch ein Flixbus die Isartalstraße entlang. An der Haltestelle Roecklplatz legt er einen Stopp ein. Dann steigen die Fahrgäste zu.

Besonderer „Flixbus-Service“ in München: Schulkinder steigen zu

Es sind keine stressgeplagten Großstädter, die mit dem Flixbus in die wohlverdienten Weihnachtsferien entfliehen. Ein Schild an der Front weist das Gefährt als „Schulbus“ aus. 

Ins Internat an den Starnberger See oder zu einer Privatschule vor den Toren der Stadt - wohin die Reise der kleinen Münchner, die offenbar am Roecklplatz zusteigen, geht, erfahren die staunenden Beobachter nicht. 

Es dürfte auf jeden Fall weniger komfortable Schulwege geben. Kann den Kindern womöglich nicht zugemutet werden, einen „herkömmlichen“ Linienbus zu besteigen? Auf Anfrage zur vermeintlichen „Schulbus-Offensive“ in München erklärt eine Flixbus-Sprecherin: „Flixbus arbeitet mit rund 300 meist mittelständischen Busunternehmen zusammen. Es kann schon einmal vorkommen, dass unsere Buspartner beispielsweise auch für Schulen im Einsatz sind und für die Fahrt einen Flixbus-gebrandeten Bus nutzen.“

Video: Weniger FlixBus-Haltestellen in Bayern

München: Flixbus als Schulbus - Anwohnerin beobachtet kuriose Stopps

Eine Anwohnerin hat den kuriosen Halt am Roecklplatz gleich zweimal beobachtet - zunächst am Freitag, den 13. Dezember. Fünf Tage später (18. Dezember) fehlte dann ein Schild, das den Flixbus als Gefährt für Schüler auswies. „Mein Handy hat sich sogar ins WLAN eingeloggt“ berichtet sie gegenüber tz.de* schmunzelnd.

Auf der Flixbus-Homepage finden sich tatsächlich auch Angebote für Klassenfahrten und Schulausflüge: „Egal ob sich Ihre Schule in einer Großstadt oder auf dem Land befindet – wir holen Sie ab und bringen Sie zu Ihrem Ausflugsziel“, ist dort zu lesen. Die Abfahrt finde jedoch „direkt an der Schule statt“, heißt es auf der Seite des Unternehmens.

lks

Nette Geste in München: Eine Kanzlei „entschädigt“ ihre Nachbarn für eine bevorstehende Party. Umgehend erinnert sich ein Anwohner an ein gängiges Klischee.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktiosnetzwerks.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare