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Münchner geht nach Silvester spazieren und macht schockierende Aufnahmen - Video geht viral

Der Münchner Clemens Bittner wollte am Neujahrstag eigentlich nur einen Spaziergang in der Stadt machen. Was er sah, hielt er in einem schockierenden Video fest.

  • Ein Münchner Video-Blogger postet ein bewegendes Video auf Facebook.
  • Darin fordert er ein Umdenken in der Gesellschaft.
  • Nicht nur auf Facebook erntet er Zuspruch für das Video.

München - Mit einem Spaziergang durch München wollte Clemens Bittner in das neue Jahr starten, wie er in seinem Video sagt. Er ging dazu am Nymphenburger Schloss-Kanal entlang. Doch was er dort sah, schockierte ihn so sehr, dass er wieder nach Hause ging, um seine Kamera zu holen und die Ausmaße festzuhalten. 

Daraus wurde ein virales Video mit gut 88.000 Views allein auf Facebook. Das Video wurde über 1100 Mal geteilt. 

Bewegendes Video: „Wir haben's verstanden - oder vielleicht auch noch nicht“

„In Sachen Naturschutz, da macht's auch langsam in den Köpfen klick, wir haben's verstanden - oder vielleicht auch noch nicht“, sagt Bittner mit Blick auf den Kanal. Denn im Wasser ist nicht nur der Müll der Silvesterraketen zu sehen. Auch Flaschen, Dosen, Tüten und Essensreste wurden hineingeworfen.

In der Silvesternacht landeten Flaschen, Dosen, Tüten und Raketen im Wasser.

Sowohl traurig als auch schockiert ist der Münchner über den Anblick, den er vor sich sieht. „Hat die Menschheit denn nichts kapiert?“, fragt er in die Kamera. Die Verschmutzung sei auch Sinnbild für ihn, wie sich die Menschheit derzeit verhält. „Wir wollen alle Party machen, aber was danach passiert ist eigentlich egal“, erklärt er die Einstellung von Teilen der Gesellschaft. 

Die Frage, was mit dem Müll im Kanal passiere, würden sich diejenigen, die den Abfall dort abgeladen haben, nicht stellen. „Die denken sich die Natur räumt sich von allein auf“, sagt Bittner mit traurigem Blick  in die Kamera. Seiner Meinung nach schlägt die Natur aber eher zurück, als sich selbst aufzuräumen. 

Unbekannte haben einen Lamborghini in München mit einem eindeutigen Hinweis versehen. Ihnen schwebt wohl eine eher ungewöhnliche SUV-Nutzung vor.

Video: So hart ist der Job der Straßenreiniger an Neujahr

Bewegendes Video: Weitere Spaziergänger sind vom Anblick schockiert

Im Verlauf des Videos trifft Bittner auf der Brücke, die über den Kanal geht, eine Dame und einen Herren, die das Chaos ebenfalls als „Sauerei“ betiteln. „Wir haben ja sehr viel Rentner, die wenig Geld haben und Flaschen sammeln müssen. Und hier liegt das Geld im Kanal“, beschwert sich die Frau.

Er wolle sich nicht als Alleskönner oder Moralapostel hinstellen. Denn auch er habe noch „viel zu lernen im Umweltschutz“. Er appelliert an alle, ob das Feuerwerk an Silvester denn wirklich sein müsse. Seine Meinung: „Also ich brauch's nicht mehr - wie sieht's bei dir aus?“ 

Auf Facebook stimmen Bittner die User überwiegend zu und fordern, dass generell kein Feuerwerk mehr verkauft werden solle. Was in Deutschland (noch) undenkbar ist, wurde in einem anderen EU-Land eingeführt. Es hat seinen Bürgern die Silvesterraketen verboten.

ff

Silvesterraketen verursachen nicht nur viel Müll, sondern sind auch gefährlich. Wie gefährlich sie sein können, musste ein zwölfjähriges Mädchen aus Niederbayern feststellen. Sie wurde durch eine Rakete verletzt, wie Merkur.de* berichtete.

Die Siemens-Entscheidung für das Kohle-Projekt in Australien schlägt hohe Wellen. Der Münchner Ableger von „Fridays For Future“ hat jetzt reagiert - und Proteste angekündigt.

*Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook

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