Nach Ausbruchsversuch: Ermittlungen wegen versuchten Mordes

Torgau/Leipzig - Nach dem Ausbruchsversuch aus dem Gefängnis Torgau mit zwei schwer verletzten Wärtern wird gegen die beiden mutmaßlichen Täter wegen versuchten Mordes ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft Leipzig leitete ein entsprechendes Ermittlungsverfahren gegen die vorbestraften Insassen ein, wie Behördensprecher Ricardo Schulz sagte. Zugleich wurden die Ermittlungen am Tatort weitergeführt.

Kriminalbeamte befragten demnach in der Anstalt weitere Zeugen. Die beiden 27 und 52 Jahre alten Schwerverbrecher hatten die JVA-Angestellten am Samstag nach bisherigen Ermittlungen gegen Ende eines Hofgangs angegriffen.

Die Männer stachen ihnen demnach mit einem angefeilten Messer und einem Löffel aus dem Anstaltsbesteck in Hals und Brust. Mit dem Schlüssel eines ihrer Opfer gelangten sie in den Besucherbereich des Gefängnisses. Dort gelang es zwei weiteren JVA-Bediensteten, den Ausbruchsversuch zu beenden und die Insassen zu überwältigen.

Täter sollen in andere JVA verlegt werden

Die verletzten Wärter wurden in ein Krankenhaus gebracht, befanden sich aber nicht in Lebensgefahr. Der 27-jährige Täter verbüßt den Angaben zufolge wegen Mordes eine lebenslange Freiheitsstrafe, der 52-Jährige wurde wegen schweren Raubes zu neun Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Die beiden Männer sollen nach Angaben des sächsischen Justizministeriums in andere Anstalten verlegt werden.

AP

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