Nach Unfall in Zirkus: Tribüne war falsch aufgebaut

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Neun Besucher wurden verletzt, als am Dienstag die Tribüne eines Zirkuses einstürzte.

Buttstädt - Die Zirkustribüne, die am Dienstag in Thüringen einstürzte, war falsch aufgebaut. Neun Besucher hatten sich Verletzungen zugezogen.

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Zu diesem Ergebnis kamen Experten der Bauaufsicht und des TÜVs nach einem Ortstermin, wie eine Sprecherin des Landratsamtes Sömmerda am Mittwoch sagte. Normalerweise müssten Tribünenauf Bretter gestellt werden, damit die Metallstreben nicht in den Boden sinken können. “Diese Holzbretter haben komplett gefehlt. Bei dem feuchten Untergrund war das fatal.“

Nach dem Zusammenbruch der Zirkustribüne wurden zwei 31 und 79 Jahre alte Frauen im Krankenhaus behandelt. Sieben Kinder, zwei Frauen und ein Mann erlitten Blessuren.

Die Polizei ermittelt nach dem Einsturz wegen fahrlässiger Körperverletzung. Das Landratsamt Sömmerda hat ein Bußgeldverfahren gegen den Zirkus eingeleitet. Der Zirkus habe es versäumt, sich beim Kreis anzumelden, erklärte die Sprecherin. Deswegen sei der Aufbau des Zeltes und der Tribüne vorher auch nicht überprüft worden. “Wir sind zwar gesetzlich nicht dazu verpflichtet, prüfen normalerweise aber jedes Zirkuszelt auf seine Standsicherheit.“

Der Zirkus “Constanze Busch“ durfte am Mittwoch unter besonderen Auflagen seine letzte Vorstellung in Sömmerda geben. Dabei sei die Tribüne allerdings gesperrt geblieben, sagte die Sprecherin des Landratsamtes. Am Mittwochabend wollte der Zirkus weiterziehen.

dpa

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