Neonazis werfen Steine und Knallkörper

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Neonazis haben in Dprtmund Teilnehmer der Mai-Kundgebung des DGB angegriffen.

Dortmund - Rund 300 Rechtsextremisten haben in der Dortmunder Innenstadt Steine und Knallkörper auf Passanten und Polizisten geworfen. 200 Randalierer wurden verhaftet.

Nach einem Bericht des Onlineportals derwesten.de griffen die Rechtsextremisten gezielt Teilnehmer der Dortmunder Mai-Kundgebung des DGB an. Ein Polizeisprecher wollte dies auf Nachfrage zunächst nicht bestätigen.

Den Polizeiangaben zufolge hatten sich am Freitagvormittag gegen 10 Uhr die 300 Neonazis am Dortmunder Hauptbahnhof getroffen, um von dort zu einer Demonstration nach Siegen zu fahren. Doch statt in den Zug zu steigen, rannten die Rechtsextremisten Richtung Innenstadt und warfen mit Knallkörpern und Steinen.

Die Polizei setzte zunächst 150 Personen fest und später eine weitere Gruppe von 40 Neonazis. Gegen sie bestehe der dringende Tatverdacht des Landfriedensbruchs.

In Mainz haben über 3000 Menschen gegen einen Aufmarsch rechtsextremen “Initiative Süd West“ protestiert.

In Mainz sind mehr als 3000 Menschen gegen einen geplanten Aufmarsch der rechtsextremen “Initiative Süd West“ auf die Straße gegangen. An einem Demonstrationszug des Bündnisses “Rheinhessen gegen Rechts“ durch die Innenstadt beteiligten sich nach Polizeiangaben bis zu 1500 Menschen, darunter Ministerpräsident Kurt Beck, der Mainzer Innenminister Karl Peter Bruch (beide SPD) und Johannes Gerster, der Präsident der Deutsch- Israelischen Gesellschaft. Bei einer Kundgebung auf dem zentralen Gutenbergplatz rief Beck: “Wir wollen Euch nicht hier in Mainz.“ Die Neonazis würden in Rheinland-Pfalz auf null Toleranz stoßen.

Gerster erinnerte an die Verbrechen der Nazis. Er sagte laut Redetext in Richtung der Neonazis, die vom Mittag an in Mainz aufmarschieren wollten: “Sie, die Ewiggestrigen und Ihre Nachfolger, haben nichts aus dieser Geschichte gelernt. Sie wollen nicht wahrhaben, dass die Nationalsozialisten nichts anderes als miese Verbrecher waren und bleiben.“ Gerster forderte alle demokratischen Parteien auf, den Weg für ein Verbot der NPD zu bereiten.

Gleichzeitig marschierten etwa 2000 Demonstranten der überwiegend aus linken Gruppierungen bestehenden Initiative “Mainz stellt sich quer“ zum Hauptbahnhof. Von dort aus wollte die “Initiative Süd West“, die der NPD nahesteht, gegen Mittag starten. Die Polizei rechnete mit mindestens 200 Neonazis.

AP/dpa

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