Studie zeigt: Kluge Frauen kommen öfter

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Münchner Forscher fanden heraus: Die Orgasmushäufigkeit der Frauen hängt am stärksten mit ihrem Bildungsniveau ab.

München - Was hilft Frauen dabei, öfter einen Orgasmus zu bekommen? Chinesische Forscher waren der Meinung: der Reichtum des Partners. Münchner Wissenschaftler widerlegen das und finden ganz andere Faktoren.

Britische und niederländische Forscher hatten 1500 Chinesinnen befragt, was ihnen dabei hilft, einen Orgasmus zu bekommen. Kusioses Ergebnis: Partnerinnen reicher Männer haben häufiger einen sexuellen Höhepunkt. Diese Schlussfolgerung sei auch auf Frauen im Westen übertragbar, so die Forscher bei der Vorstellung ihrer Studie im vergangenen Jahr. Ihre Begründung: Manche Evolutionstheorien besagen, der weibliche Orgasmus zeige an, dass eine Frau einen guten Partner gefunden habe – und ein hohes Einkommen mache schließlich begehrenswert und attraktiv.

Das stimmt nicht, sagen jetzt Professor Torsten Hothorn und seine Mitarbeiterin Esther Herberich - Wissenschaftler am Institut für Statistik an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität.

Zu Lehrzwecken werteten die beiden die Daten erneut aus - das Ergebnis konnten sie aber nicht bestätigen. Sie fanden aber heraus, dass die Schlussfolgerung ("Geld macht geil") auf einem Fehler im Statistikprogramm beruhte.

Die Münchner Wissenschaftler änderten das Statistik-Modell ab und fanden heraus:

Die Orgasmushäufigkeit der Frauen hängt am stärksten mit ihrem Bildungsniveau ab!

Aber auch mit ihrem Gesundheitszustand und dem Alter hängt die Zahl der sexuellen Höhepunkte zusammen, so Hothorn und Herberich. Und weiter: "Jüngere und gesündere Frauen berichteten über häufigere sexuelle Höhepunkte als ältere und wenig gesunde."

Das Einkommen des Partners habe sich dagegen als unbedeutende Variable in diesem Zusammenhang erwiesen.

len

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