Parkplatz-Mord ohne Zusammenhang zu anderen Taten

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Symbolfoto

Kerpen - Der gewaltsame Tod eines Mannes an einem Parkplatz in Kerpen hängt nach Einschätzung der Ermittler wohl nicht mit zwei früheren Morden in Hessen und Baden-Württemberg zusammen.

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Dies sagte der Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft, Alfred Willwacher, am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Die Fahnder hätten den Toten anhand seiner Fingerabdrücke als einen 36 Jahre alten Geschäftsmann aus Brüssel identifiziert. “Ein Abgleich mit den Vermisstenfällen im Ausland hat uns zum Ergebnis geführt“, sagte Willwacher.

Ballistische Untersuchungen hatten bereits ergeben, dass der in Kerpen gefundene Mann nicht mit derselben Waffe erschossen wurde wie die beiden anderen Opfer in Süddeutschland. Diese beiden Männer waren an Parkplätzen getötet wurden, die als Sex-Treffpunkte für Schwule gelten.

Einen solchen Treffpunkt gibt es auch in der Nähe der Stelle, an der vor über anderthalb Wochen die Leiche des 36-Jährigen gefunden worden war. Deshalb waren Spekulationen über einen Serientäter aufgekommen und die Ermittler prüften einen Zusammenhang. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten, deutet vieles darauf hin, dass der 36-Jährige nicht am Fundort in Kerpen erschossen, sondern nur seine Leiche dort abgelegt wurde.

Die Mordkommission arbeite nun mit den belgischen Behörden an der Aufklärung der Tat.

dpa

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