Plus nimmt Rucola aus dem Sortiment

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In einem Plus-Supermarkt in Hannover-Langenhagen fand ein Kunde im Rucola-Salat eine Giftpflanze.

Bonn - Nach dem Fund von Giftpflanzen in einer Packung Rucola-Salat hat der Supermarkt-Discounter Plus vorsorglich Rucola bundesweit aus dem Sortiment genommen.

Das betreffe alle Plus- und auch Netto-Märkte, sagte Plus-Sprecherin Christina Stylianou am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa in Bonn. Nach Hinweisen auf den Fund in einem Plus-Supermarkt in Hannover-Langenhagen habe Plus aus Sicherheitsgründen sofort reagiert. Eine Abklärung mit Behörden sei nicht erfolgt.

Für Rucola gebe es bei Plus verschiedene Lieferanten, deren Namen nach außen aber nicht genannt wurden. Die betroffene Charge sei für die Region in Norddeutschland bestimmt gewesen. Ein Bonner Wissenschaftler hatte eine ihm aus Hannover zugesandte Packung Rucola untersucht und darin das für den Menschen giftige Gemeine Greis- oder Kreuzkraut (Senecio vulgaris) entdeckt.

Verbraucherministerin Aigner für mehr Sorgfalt

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat die Wirtschaft nach dem Fund von Giftpflanzen in Rucola-Salat zu mehr Sorgfalt aufgefordert. “Hier muss ganz klar sorgfältiger als bisher gearbeitet werden“, sagte eine Ministeriumssprecherin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin.

Schon beim Anbau des Salats und bei der Ernte müsse auf mögliche giftige Kräuter geachtet werden, die darin nicht enthalten sein dürften. Anbauer, Verarbeiter und Händler müssten alles tun, um solches Gift im Salat zu vermeiden. Das Ministerium rief die Verbraucher dazu auf, vorsorglich Salat sorgfältig zu waschen.

dpa

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