Polizei beobachtet persönliches Umfeld von Michalski

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Die Polizei beobachtet das persönliche Umfeld von Peter Paul Michalski.

Bielefeld/Köln - Bei ihrem Großeinsatz in Bielefeld hat die Polizei auch Wohnhäuser von Bekannten und Verwandten des flüchtigen Mörders Peter Paul Michalski im Blick.

Ein Polizeisprecher sagte, den Ermittlern seien “Bezugspunkte“ Michalskis bekannt, an denen es “bestimmte Maßnahmen“ gebe. Aus ermittlungstaktischen Gründen nannte er keine Einzelheiten. Ob der 46 Jahre alte Kriminelle zu den Verwandten und Freunden nach den vielen Jahren hinter Gefängnismauern aber noch Kontakt hat, war unklar. Der bewaffnete Ausbrecher gilt als extrem gefährlich und gewaltbereit.

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Die Fahnder hatten nach Hinweisen ihre Suche am Montagvormittag auf die Stadt Bielefeld und das ostwestfälische Umland konzentriert. Michalski stammt aus Herford, in der Nähe von Bielefeld. 1993 erschoss er im Hafturlaub einen Mittäter in Bielefeld und erhielt dafür eine lebenslange Freiheitsstrafe. Das Landgericht Bielefeld stellte 1995 die besondere Schwere seiner Schuld fest und blockierte damit eine vorzeitige Haftprüfung nach 15 Jahren.

Die Kölner Polizei betonte, sie fahnde auch bundesweit weiter mit Hochdruck nach dem als besonders brutal geltenden Mörder. Es seien einige Hundertschaften im Einsatz. Um Verstärkung aus anderen Bundesländern sei nicht gebeten worden. Die Bundespolizei ist ebenfalls im Einsatz, da sie Bahnhöfe und Flughäfen kontrolliert. Michalski war am Donnerstag gemeinsam mit dem Geiselgangster Michael Heckhoff (50) aus der JVA Aachen ausgebrochen. Heckhoff war am Sonntag in Mülheim an der Ruhr gefasst worden.

dpa

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