Polizei fordert Verbot von Rockerbanden

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Die Gewerkschaft der Polizei fordert ein Verbot von Rockerbanden wie den Hells Angels.

Baden-Baden - Nach der Ermordung des SEK-Beamten durch ein Mitglied der Hells Angels hat der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) ein Verbot von Rockerbanden gefordert.

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"Was hier geschieht in Deutschland, was die Hells Angels, die Bandidos, die Outlaws sich erlauben, das ist unglaublich“, sagte der Vorsitzende der GdP, Konrad Freiberg am Donnerstag im Radiosender SWR3. Notwendig seien koordinierte Ermittlungen, um nachweisen zu können, dass die Rockergruppen über eine zentrale Steuerung verfügten. “Die Polizei kann das, aber uns fehlt das Personal“, sagte Freiberg. Die Hells Angels seien ein Wirtschaftsunternehmen, das mit Rechtsanwälten arbeite und immer wieder versuche, die Polizei abzuwehren, wenn diese dem Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung nachgehe. Ein Verbot sei bis dato an rechtlichen Schwierigkeiten gescheitert.

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Die Hells Angels versuchten immer den Anschein zu erwecken, dass es sich bei kriminellen Mitgliedern um Einzeltäter handele. Wie der rheinland-pfälzische Innenminister Karl-Peter Bruch im SWR erklärte, gibt es im Kreis der Innenminister bereits seit längerem Überlegungen, wie die Rockerbanden verboten werden könnten: “Das Thema beschäftigt uns nicht erst seit gestern“, sagte der SPD-Politiker. Die von den Rockern ausgehende Gefahr sei nicht zu unterschätzen. Bei einer Polizeirazzia hatte ein Hells Angel am Mittwoch einen rheinland-pfälzischen SEK-Beamten erschossen. Im vergangenen Jahr war in Rheinland-Pfalz bereits ein Mitglied der Outlaws von Hells Angels ermordet worden.

dapd

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