Prozess um Mord an Ägypterin fortgesetzt

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Strengste Sicherheitsvorkehrungen wurden für den Prozess getroffen: Der Verhandlungssaal ist mit Panzerglas gesichert.

Dresden - Mit der Befragung einer Gutachterin ist am Dienstag im Dresdner Landgericht der Prozess um den Mord an der Ägypterin Marwa El-Sherbini fortgesetzt worden.

Im Unterschied zum Vortrag nahm der Angeklagte auf Wunsch der Vorsitzenden Richterin Birgit Wiegand seine Sonnenbrille ab. Es herrschten weiter strengste Sicherheitskontrollen für Anwälte, Zeugen, Zuschauer und Journalisten.

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Bis zum Nachmittag sollten ein Richter, eine Staatsanwältin und ein Polizist zu der Bluttat vom 1. Juli gehört werden. Die Kammer will unter anderen den Vorsitzenden der Berufungsverhandlung wegen Beleidigung gegen den angeklagten Russlanddeutschen am Landgericht vernehmen. Zunächst hat aber eine Rechtsmedizinerin Auskunft über die Verletzungen gegeben, die Alex W. der 31-jährigen Ägypterin zufügte.

Laut Anklage hat der 28-Jährige die Schwangere aus bloßem Hass auf Nichteuropäer und Moslems erstochen. Das Verfahren wegen Mordes, versuchten Mordes sowie gefährlicher Körperverletzung hatte am Montag begonnen. Erster Zeuge nach Verlesung der Anklage war der bei der Attacke lebensgefährlich verletzte Ehemann des Opfers, ein 32-jähriger Doktorand.

In dem Verfahren sind bis zum 11. November zunächst elf Verhandlungstage terminiert und 30 Zeugen geladen. Die Bluttat hatte im In- und Ausland Entsetzen sowie Proteste in der islamischen Welt ausgelöst.

dpa

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