Rekord bei Beschwerden gegen die Presse

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Bei den Beschwerden gegen die Presse gab es einen neuen Rekord

Berlin - Ein Jesus-Titelbild des Satiremagazins “Titanic“ und Fotos über die Loveparade-Tragödie in Duisburg haben der Presse einen Beschwerde-Rekord beschert.

Insgesamt 1661 Menschen hätten im vergangenen Jahr beim Deutschen Presserat ihrem Ärger über Veröffentlichungen von Zeitungen und Zeitschriften Luft gemacht, teilte die Selbstkontrolle der Printmedien am Montag in Berlin mit. Allein 240 Beschwerden richteten sich gegen die Darstellung der Opfer der Loveparade-Massenpanik. Der Presserat sprach in einigen Fällen Missbilligungen und Rügen aus, in anderen Fällen wurde die Kritik als unbegründet zurückgewiesen.

Das “Titanic“-Titelbild, das einen katholischen Geistlichen in Schritthöhe vor einem Kreuz mit Jesus Christus zeigt, betrachteten rund 200 Einsender als Verletzung religiöser Gefühle. Der Presserat entschied, dass das Bild durch Pressefreiheit gedeckt sei.

Für dieses Jahr rechnet der Presserat mit etwa 1200 Beschwerden. Dabei sei kein Schwerpunkt zu erkennen. Gegen die Darstellung in Bildergalerien der einzelnen Opfer des Massenmords von Oslo seien bisher 16 Beschwerden eingegangen.

dpa

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