Kündigung wegen 1,30 Euro - Revision im Fall "Emmely"

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Entlassen wegen 1,30 Euro: Die Kassiererin einerr Supermarkt-Kette.

Erfurt - Der Fall der gekündigten Berliner Supermarkt- Kassiererin “Emmely“ geht in die nächste Instanz. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt ließ am Dienstag die Revision zu.

Der unter ihrem Spitznamen “Emmely“ bundesweit bekanntgewordenen Berlinerin war nach 31 Jahren Betriebszugehörigkeit fristlos gekündigt worden, weil sie zwei Pfandmarken im Wert von 1,30 Euro unterschlagen haben soll.

Die Kassiererin, von ihren Unterstützern “Emmely“ gerufen, war seit 1977 in einer großen Supermarkt-Kette beschäftigt. Anfang 2008 hatte sie nach Auffassung des Gerichts zwei Leergutbons im Wert von 48 und 82 Cent aus dem Kassenbüro genommen und für sich selbst eingelöst. Es folgte die fristlose Kündigung. Das Landesarbeitsgericht Berlin hatte die Kündigung im Februar für rechtens erklärt und keine Revision zugelassen (Az.: 7 Sa 2017/08).

Das BAG gab jetzt einer sogenannten Nichtzulassungsbeschwerde der 50-Jährigen statt.

dpa

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