Staatsanwaltschaft erhebt Anklage 

Mutter tot: 29-jähriger Autofahrer durch WhatsApp abgelenkt? 

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Ein Autofahrer soll in Salzkotten bei Paderborn einen tödlichen Unfall verursacht haben, weil er durch sein Smartphone abgelenkt gewesen war.

Schwere Vorwürfe erhebt die Staatsanwaltschaft gegen einen 29-jährigen Autofahrer. Er soll einen tödlichen Unfall verursacht haben, weil er nicht auf den Verkehr achtete, sondern mit seinem Smartphone beschäftigt war. 

  • Die Staatsanwaltschaft Paderborn erhebt Anklage gegen einen jungen Autofahrer aus NRW.
  • Der 29-Jährige soll einen tödlichen Verkehrsunfall in Salzkotten nahe Paderborn verursacht haben. 
  • Bei dem Unglück starb die Mutter zweier Kinder.

Salzkotten/Paderborn – Durch einen schweren Verkehrsunfall, der sich vor etwa acht Monaten in Salzkotten bei Paderborn ereignete, verloren zwei Kinder im Alter von drei und sechs Jahren ihre Mutter. Die 37-jährige Frau und ihre zwei Töchter waren mit dem Fahrrad unterwegs, als sie plötzlich von dem Auto eines 29-jährigen Mannes erfasst und tödlich verletzt wurde. 

Tödlicher Unfall in Salzkotten (NRW): Staatsanwaltschaft Paderborn erhebt Anklage

Am Karfreitag (19. April, 2019) kam es auf der Verner Straße in Salzkotten nahe Paderborn zu der Kollision mit einer Kleinfamilie, bei der die Mutter starb, wie owl24.de* berichtete. Der junge Autofahrer soll durch sein Handy abgelenkt gewesen sein. Am Steuer hat er offenbar WhatsApp-Nachrichten gelesen und beantwortet. 

"Durch seine Unachtsamkeit soll es schließlich zu dem tödlichen Zusammenstoß in Salzkotten gekommen sein", wirft ihm die Staatsanwaltschaft Paderborn vor und erhebt jetzt Anklage gegen den 29-Jährigen. In naher Zukunft muss sich der Beschuldigte vor dem Amtsgericht in einem Prozess wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung verantworten. Erst kürzlich ist ein Roller-Fahrer in NRW bei einem Unfall in Bad Oeynhausen gestorben, nachdem er mit einem Bus kollidiert war. 

Kinder bei Unfall in Salzkotten bei Paderborn in NRW schwer verletzt 

Als der junge Autofahrer in Salzkotten im Kreis Paderborn in NRW in die Kleinfamilie fuhr, kamen auch die beiden Kinder (3 und 6) zu Schaden. Die Mädchen erlitten durch die Wucht des Aufpralls schwere Verletzungen und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Am Dienstagmorgen (10. Dezember) wurde der Fahrer eines Sprinters bei einem anderen Unfall auf der A2 bei Bielefeld ebenfalls schwer verletzt, als er offenbar ungebremst in das Heck eines Lasters geprallt war, berichtet owl24.de*. 

Polizei und Staatsanwaltschaft Paderborn haben nach dem tödlichen Unfall die Ermittlungen aufgenommen. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass der Angeklagte, der in Richtung Salzkotten unterwegs war und die Kleinfamilie erfasste, die Kollision hätte vermeiden können, wenn er auf den Verkehr geachtet hätte. Doch stattdessen las und beantwortete er zwei WhatsApp-Nachrichten. Ein Gutachten ergab, dass der Mann dadurch abgelenkt wurde. 

Auch in Schlangen im Kreis Lippe kam ein Radfahrer bei einem Unfall ums Leben, wie owl24.de* berichtet.

Nach tödlichem Unfall in Salzkotten nahe Paderborn: Was sagt der Autofahrer zu den Anschuldigungen? 

"Der Angeschuldigte, der nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war, hat im Ermittlungsverfahren gestanden und ist durch den Unfall tief betroffen", berichtet das WB am Montag (9. Dezember). Die Handynutzung allein soll ursächlich für den Unfall in Salzkotten gewesen sein. Eine fehlende Fahrbahnmarkierung habe bei dem Zusammenstoß demnach keine Rolle gespielt. Wann der Prozess am Amtsgericht in Paderborn startet, ist bislang nicht bekannt. 

*owl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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