Schmuggel: Zoll entdeckt 100 Millionen Zigaretten

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Der Zoll habe in den vergangenen Monaten zahlreiche Zigarettentransporte überwacht (Symbolbild).

Frankfurt/Main - Schlag gegen den Zigaretten-Schmuggel: 100 Millionen unversteuerte Glimmstängel hat das Zollfahndungsamt Frankfurt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Bochum beschlagnahmt.

Neun Verdächtige seien am Dienstag festgenommen worden, gegen fünf von ihnen lagen Haftbefehle vor, wie das Amt am Mittwoch mitteilte.

Der Steuerschaden, den die Schmugglerbande verursacht hat, liegt nach Angaben des Sprechers der Zollfahndung, Hans-Jürgen Schmidt, bei fast 20 Millionen Euro. Der Zoll habe in den vergangenen Monaten zahlreiche Zigarettentransporte überwacht. “So war es uns möglich, die Vorgehensweise und die Struktur zu erkennen“, sagte Schmidt.

In Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg seien am Dienstag Wohnungen und eine Lagerhalle durchsucht worden. Dabei entdeckten die Beamten 1,6 Millionen Zigaretten. Tatverdächtig sind 14 Männer aus Griechenland, Russland und Deutschland. Die Zigaretten kamen aus Griechenland.

Hauptbeschuldigte sind nach Angaben der Bochumer Staatsanwaltschaft ein 36-Jähriger und ein 33-Jähriger aus Griechenland sowie zwei Deutsch-Russen. Die Verdächtigen erwartet ein Steuerstrafverfahren wegen gewerbsmäßiger Steuerhehlerei. Die Strafen können dabei von sechs Monaten bis zu zehn Jahren Haft reichen.

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