Schweinegrippe-Impfstoff: Regierung will Zweifel zerstreuen

Berlin - Angesichts der heftigen Diskussion über mögliche Nebenwirkungen der Schweinegrippe-Impfung wollen Bundesregierung und Behörden die Zweifel zerstreuen.

Die drei in Deutschland zugelassenen Impfstoffe seien eingehend untersucht, sagte Gesundheitsstaatssekretär Klaus Theo Schröder am Mittwoch in Berlin. “Sie sind geprüft, sie sind sicher, sie sind wirksam.“ Der Start der Impfungen ist für den 26. Oktober vorgesehen.

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Nach Abwägung im Einzelfall sei auch der Stoff Pandemrix trotz der enthaltenen Wirkungsverstärker geeignet, sagte Schröder. Das Paul- Ehrlich-Instiut (PEI) betonte, die Stoffe hätten eine “akzeptable Verträglichkeit“. Für Schwangere bemühe man sich in Absprache mit den Herstellern um Impfstoffe ohne Zusatzstoffe. Bereits seit neun Jahren gebe es Impfstoffe gegen die normale Grippe mit Verstärkerstoffen, die anstandslos millionenfach verabreicht worden seinen. Leicht gesteigerte Impfreaktionen seien vertretbar. “Im schlimmsten Fall gibt es eine kurze Fieberreaktion“, hieß es beim PEI. Dies müsse gegen das Risiko abgewogen werden, sich nicht impfen zu lassen und so zu einer Verbreitung des nach wie vor riskanten Virus beizutragen.

Der Virologe Alexander Kekulé aus Halle hatte die Impfstoffe mit Verstärkerstoffen als “übertrieben“ kritisiert. Das PEI entgegnete, die Kritik beruhe auf Fehlinformationen.

Bundesministerium für Gesundheit

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