Sechs Wanderer in den Alpen tödlich verunglückt

Wien - Bei Bergtouren in Österreich und der Schweiz sind innerhalb von zwei Tagen sechs Menschen ums Leben gekommen, darunter drei Deutsche.

Das geht aus Polizeiangaben und Meldungen italienischer und österreichischer Nachrichtenagenturen vom Montag hervor.

In dem österreichischen Bundesland Vorarlberg verlor ein 69-Jähriger aus Baden-Württemberg beim Aufstieg auf die Mittagsspitze im Bregenzerwald das Gleichgewicht und stürzte 100 Meter in die Tiefe, meldete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Der Notarzt des Rettungshubschraubers habe nur noch den Tod des Mannes feststellen können.

In Virgen in Osttirol stürzte APA zufolge ein 59-jähriger Deutscher vor den Augen seiner Bekannten in den Tod, nachdem er beim Abstieg ins Tal den Halt verloren habe, hieß es weiter.

Im Bündnerland der Schweiz starb ein 26-jähriger deutscher Bergsteiger, der vom eigenen Seil stranguliert wurde. Wie die Polizei mitteilte, war er bei Fuorcla Prievluasa mit einer Dreierseilschaft unterwegs. Eine in der Mitte gehende Frau sei auf 3.600 Metern Höhe ausgerutscht, was den Vordermann aus dem Gleichgewicht brachte. Der Hintermann habe durch einen Sprung auf die andere Seite den Absturz der Seilschaft abgefangen, der vordere Mann sei aber über die Bergflanke gerollt und vom Bergseil stranguliert worden. Die Frau wurde leicht verletzt, der Hintermann blieb unverletzt.

Zwei Schweizer stürzten auf der italienischen Seite des Breithorns ab, meldeten die Nachrichtenagenturen ANSA und Apcom.

Im Tessin kam bereits am Samstag ein Pilzsucher um. Das Unglück am Breithorn ereignete sich beim Aufstieg zum Mittelgipfel auf einer Höhe von rund 4.000 Metern, bei den Verunglückten soll es sich um einen Bergführer und seinen Kunden handeln.

AP

Rubriklistenbild: © dpa

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