Diese Schilder sollen abgeschafft werden

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Verkehrszeichen an Verkehrszeichen: Ab September kann der Schilderwald gelichtet werden.

Berlin - Am 1. September beginnt offiziell das Lichten des Schilderwaldes. Dann tritt eine neue Straßenverkehrsordnung in Kraft.

Nach ADAC-Angaben steht in Deutschland alle 28 Meter ein Verkehrszeichen. Laut Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee gilt künftig der Grundsatz: “So viele Verkehrszeichen wie nötig, so wenige wie möglich.“ Sicherheit bleibt dabei oberstes Ziel.

Verschwinden sollen insgesamt neun Gefahrzeichen (Dreieck mit roten Rand, Spitze nach oben). Aber es wird Ausnahmen geben. So kann die berühmte “schwarze Schneeflocke“, die vor Schnee- und Eisglätte warnt, künftig als sogenanntes Sinnbild aufgestellt werden. Zuvor müssen die Straßenverkehrsbehörden allerdings nachweisen, dass das allgemeine Gefahrzeichen (schwarzes Ausrufezeichen) plus Zusatzzeichen nicht als Warnung ausreicht.

Diese Verkehrszeichen sollen abgeschafft werden

Diese Verkehrszeichen sollen abgeschafft werden

Wie die Schneeflocke werden sieben weitere Gefahrzeichen zu Sinnbildern herabgestuft: Steinschlag, Split und Schotter, bewegliche Brücke, Ufer, Fußgängerüberweg, Viehtrieb und Tiere sowie Flugbetrieb. Völlig verschwinden soll das Zeichen für Bahnübergang mit Schranken oder Halbschranken (Spitzname: Gartenzaun) mit der dazugehörigen Streifenbake.

Skaten auf der Fahrbahn nur bei Zusatzschild

Von den Vorschriftszeichen wird der weiße Pfeil auf blauem, viereckigen Schild für die Einbahnstraße verschwinden. Auch die Richtgeschwindigkeit wird gestrichen. Sie wurde ohnehin kaum angeordnet und führte leicht zu Verwechslungen mit der vorgeschrieben Mindestgeschwindigkeit. Für ersatzlos gestrichene Zeichen gilt eine Übergangsfrist von zehn Jahren, damit nicht umbeschildert werden muss.

Im Zuge der vom Bund verordneten Lichtungsmaßnahme werden aber auch neue Verkehrsschilder eingeführt. Mit dem Zusatzzeichen “Inline-Skaten und Rollschuhfahren frei“ kann das Skaten auch auf Radwegen und am rechten Fahrbahnrand ausdrücklich zugelassen werden. Bislang waren die Rollschuhfahrer auf die “Fußgängerverkehrsflächen“ verbannt, selbst wenn darauf Sand oder Kies war.

Neu beschildert wird auch der Beginn und das Ende einer Zone mit Parkraumbewirtschaftung. Dafür kann die aufwendige Beschilderung entfallen, die bislang die Autofahrer alle paar Meter daran erinnert hat, ein Parkticket zu holen oder Parkscheibe/Parkausweis gut sichtbar auszulegen.

Ebenfalls neu im Schilderwald ist die “durchlässige Sackgasse“: Im oberen Teil des Zeichens kann mit einem Piktogramm angezeigt werden, dass es für Radfahrer und Fußgänger doch ein Durchkommen gibt. Tiefensee sagte: “Unser Ziel ist die Lichtung des Schilderwaldes.“ Jetzt seien die Länder am Zug: “Sie entscheiden schlussendlich, welche Schilder wo aufgestellt werden.“

AP

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