Noch keine Spur nach Angriff auf Joggerin

Berlin - Nach der tödlichen Messerattacke gegen eine Berliner Joggerin sind bei der Polizei bislang rund 50 Hinweise eingegangen.

Nach der tödlichen Messerattacke gegen eine Berliner Joggerin ist der Täter weiter auf der Flucht. Zu dem Mann gebe es keine Spur, auch das Tatmotiv sei noch völlig unklar, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Bei den Ermittlern gingen bislang rund 50 Hinweise zu dem Mordfall ein. Die 39-Jährige war am Samstag mit ihrem Ehemann zum Joggen in den Spandauer Stadtforst gekommen. Während der Mann schon loslief, machte die 39-Jährige noch Aufwärmübungen. Dabei wurde sie angegriffen und starb wenige Stunde später in einer Klinik. Die Frau habe mehrere Messerstiche erlitten, sagte der Sprecher.

Die Psychologin von der Berliner Charité hatte vor ihrem Tod noch eine Beschreibung des Mannes geben können. Der 15 bis 20 Jahre alte Mann soll demnach etwa 1,75 Meter groß und schlank sein. Der in Weiß gekleidete Täter mit gepflegter Erscheinung soll auf einem roten Fahrrad unterwegs gewesen sein.

Jedem Hinweis werde gründlich nachgegangen, sagte der Polizeisprecher. Zeugen werden noch vernommen. Der mutmaßliche Täter soll schon vor dem Messerangriff in dem Wald beobachtet worden sein. Die Suche nach Spuren am Tatort ist laut Polizei abgeschlossen. Es gebe noch viele offene Fragen. So sei unklar, wie die Attacke genau ablief und ob der Täter sein Opfer noch ansprach.

In einem zweiten Todesfall sollte ein Tatverdächtiger noch am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden. Ebenfalls am Samstag war in einer Wohnung in Schöneberg ein toter Mann entdeckt worden. Der 31-jährige Wohnungsinhaber wurde als Tatverdächtiger festgenommen. Er hat laut Polizei zugegeben, sein Opfer bei einem Streit durch “Gewalt gegen den Hals“ getötet zu haben. Der Tote hatte laut Polizei bereits längere Zeit in der Wohnung gelegen. Mieter des Hauses hatten die Polizei wegen üblen Geruchs alarmiert.

dpa

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