Mutter: Mein Sohn ist nicht unschuldig, aber ...

U-Bahn-Angriff in Essen: War alles doch ganz anders? Neue Version der Geschichte

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Die Polizei veröffentlichte Fotos und konnten die Täter mittlerweile identifizieren. 

Jugendliche attackierten einen 20-Jährigen in einer U-Bahn-Station in Essen. Er befand sich sogar auf den Gleisen. Doch was spielte sich genau ab?

Update 20. Juli 2019: Spielte sich die U-Bahn-Attacke in Essen doch anders ab, als zunächst gedacht und von der Polizei in der Öffentlichkeitsfahndung mitgeteilt? Das Nachrichtenportal Der Westen hat mit der Mutter des 14-jährigen Hauptverdächtigen gesprochen. Es zeichnet sich nun ein anderes Bild der Situation in der U-Bahn-Station ab - viele Fragen sind derzeit noch unbeantwortet. 

Die Mutter sagt, ihr Sohn sei zwar kein Unschuldslamm, aber keineswegs ein brutaler U-Bahn-Schubser. Laut der Darstellung ihres Sohnes sei es in der U-Bahn-Station zur Begegnung des 20-Jährigen in einem BVB-Trikot mit ihm gekommen. Der 14-Jährige war mit zwei Freunden unterwegs. Der Borussia-Fan sei selbst aggressiv gewesen, aus der Gruppe der Jugendlichen sei daraufhin ein „Scheiß BVB“ gefallen. Dann sei die Lage völlig eskaliert. Der 20-Jährige habe die Jugendlichen zunächst verfolgt, eingeholt und einen der Jungs getreten. Daraufhin seien weitere Freunde der Jugendlichen hinzugekommen und hätten den Borussia-Fan an der Rolltreppe gestellt. Es kam zu einer Rangelei und Faustschlägen. Hier sei auch das Fahndungsfoto entstanden. Ihr Sohn, so behauptet es die Mutter, habe sich aber nur gewehrt, das Fahndungsbild vermittle einen falschen Eindruck der Gesamtsituation. 

Die Polizei teilte im Fahndungsaufruf mit, dass der 20-Jährige auf die U-Bahn-Gleise geschubst wurde. Auch das erscheint nun nicht mehr als sicher. Die Mutter behauptet, nach der Prügelei an der Rolltreppe sei es ohne ihren Sohn weitergegangen. Er und seine beiden Kumpels seien abgehauen. Eine andere Gruppe unbekannter junger Leute sei in die Prügelei mit dem BVB-Fan eingestiegen. Möglicherweise, so berichtet es Der Westen nun, sei der junge Mann auf der Flucht sogar selbst in das Gleisbett gesprungen. Unbestritten sei jedoch, dass er sich auf dem Gleis befand, so ein Polizeisprecher. Die Ermittler suchen nun weitere Zeugen, die Aufklärung in den Fall bringen können. 

Die Mutter hofft derweil, dass sich die Situation beruhigt. Seit der öffentlichen Fahndung erhalte ihr Sohn sogar Morddrohungen und gehe nicht mehr vor die Tür. 

U-Bahn-Attacke in Essen: Darum erfährt die Öffentlichkeit so wenig über die Täter 

Update 19. Juli 2019: Der Haupttäter des brutalen Angriffs in einer U-Bahn-Station in Essen ist erst 14 Jahre alt. Die Polizei hält sich bei weiteren Angaben zu den Jugendlichen zurück - auf Grund ihres Alters greife der Jugendschutz. „Wir haben Einzelne aus der Gruppe weitestgehend ermittelt und gehen im Moment davon aus, dass es sich bei allen beteiligten Tätern um Jugendliche handelt“, erklärt Polizeisprecher Peter Elke die zurückhaltende Informationspolitik gegenüber der WAZ. Was bekannt ist: Strafunmündig, also unter 14 Jahren, soll keiner der beteiligten Jugendlichen sein, schreibt die WAZ weiter. 

Ein besonderes Motiv für den Angriff scheint es nicht gegeben zu haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich Opfer und Täter vorher nicht kannten. Die Hintergründe der brutalen Attacke werden weiter ermittelt. Die Polizei will auch Kontakt zu den Eltern, Lehrern und dem Jugendamt aufnehmen, um die Biografie der Täter näher zu ergründen.

Jugendliche schubsen Mann (20) auf U-Bahn-Gleise - Hauptverdächtiger fast noch ein Kind

Update, 12.05 Uhr: Nach einer gefährlichen Schubserei in einer Essener U-Bahn-Station hat die Polizei einen erst 14 Jahre alten Jugendlichen als mutmaßlichen Haupttäter identifiziert. Am Tag zuvor waren Fotos von jungen Leuten veröffentlicht worden, die einen 20 Jahre alten Mann in die Gleise gestoßen hatten. 

Laut Polizeimitteilung vom Mittwoch wurden die Verdächtigen durch Zeugenhinweise identifiziert. Auf den Fahndungsfotos waren sechs zum Teil offenbar sehr junge Jugendliche zu sehen. 

Jugendliche prügeln auf 20-Jährigen ein und schubsen ihn auf Gleise - dann folgt die gerechte Strafe

Ursprungsmeldung vom 17. Juli 2019, 11.02 Uhr: Essen - Schon wieder eine U-Bahn-Schubserei! Bereits am Samstag, den 22. Juni, ereignete sich eine brutale Attacke, mitten in Essen. Wie die Polizei nun erklärt, schubste eine Gruppe Jugendlicher und Heranwachsender einen 20-Jährigen in der U-Bahnhaltestelle Berliner Platz ins Gleisbett. Zuvor attackierten sie ihn unerwartet.

U-Bahn-Attacke in Essen: Mann kann sich vor der einfahrenden U-Bahn retten

Der heftige Überfall ereignete sich am helllichten Tag. Gegen 16.45 Uhr attackierte die Gruppe junger Männer den 20-Jährigen. Wie auf Überwachungskameras zu sehen ist, schlugen und traten sie den Mann abwechselnd. Anschließend schubsten sie ihn auf die Gleise. Leicht verletzt konnte sich das Opfer gerade noch rechtzeitig vor der einfahrenden U-Bahn aus dem Gleisbett retten. Wie die Polizei ebenfalls erklärt, filmten Teilnehmer der Prügel-Gruppe die Tat mit ihrem Handy.

Die Polizei veröffentlichte zunächst dieses Foto, mittlerweile konnten die mutmaßlichen Täter jedoch identifiziert werden. 

Polizei Essen veröffentlicht Bilder: Fahndungserfolg nach nur einem Tag

Erst am Dienstag wurden dann Aufnahmen aus den Überwachungskameras veröffentlicht, nur einen Tag später nun die Meldung: innerhalb kurzer Zeit meldeten sich zahlreiche Hinweisgeber, die Tatverdächtigen konnten mittlerweile identifiziert werden. Die Polizei ermittelt nun wegen schwerer Körperverletzung.

Ein mutmaßlicher Bahnsteig-Mord in Voerde (NRW) macht fassungslos. Eine 34-jährige Mutter ist tot. Über den mutmaßlichen Täter werden erschreckende Details bekannt. 

Video: U-Bahn-Schubser in Essen sind 14 Jahre alt

Am Dienstag bestätigte die Polizei Dortmund erst einen ganz ähnlichen Fall: Zwei noch minderjährige Jungen hielten einen 14-Jährigen mit Gewalt im Gleisbett gefangen.

Zu einer ähnlichen Gewalttat kam es in Kaiserslautern: Ein älterer Mann stieg am Montagabend zu mehreren Jugendlichen in den Zug, dann begann eine Horror-Fahrt für ihn, wie ludwigshafen24.de* berichtet. 

Weniger glimpflich ging ein Unfall in Indien aus: Hier stürzte ein Karussell mit über 30 Menschen in die Tiefe.

*ludwigshafen24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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