Urteil im Mordprozess gegen Krankenschwester

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Im Doppelmord-Prozess gegen eine Krankenschwester aus Dresden will das dortige Landgericht heute das Urteil verkünden. Doch an der Täterschaft der Frau gibt es erhebliche Zweifel.

Dresden - Im Doppelmord-Prozess gegen eine Krankenschwester aus Dresden will das dortige Landgericht heute das Urteil verkünden. Doch an der Täterschaft der Frau gibt es erhebliche Zweifel.

Der Angeklagten wird vorgeworfen, ihren früheren Ehemann und ihre Adoptivmutter vergiftet zu haben. Außerdem soll die 33-Jährige versucht haben, ihre Großmutter und zwei Klinik-Patienten zu töten. Die Staatsanwaltschaft hält die Vorwürfe nach umfassender Beweisaufnahme für erwiesen und fordert eine lebenslange Haftstrafe.

Sie hält Habgier für das Mordmotiv im Fall der Mutter. Die Gründe für die anderen Verbrechen blieben weitgehend im Dunkeln. Die Verteidigung beantragte dagegen Freispruch von allen Vorwürfen. An der Täterschaft der Frau gebe es erhebliche Zweifel. Den Ermittlungen zufolge wurde allen Opfern eine Überdosis Insulin gespritzt. Die Patienten und die Großmutter überlebten nur knapp, mittlerweile sind sie verstorben. Die Angeklagte hatte die Vorwürfe bei der Polizei bestritten, im Prozess schwieg sie bis zuletzt. Im seit August laufenden Indizienprozess wurden Dutzende Zeugen gehört.

DAPD

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