Vermisste aus Hessen wohl ermordet

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Der Ehemann der Vermissten sitzt in Georgien in Auslieeferungshaft.

Groß-Umstadt - Im Fall der seit drei Wochen vermissten 34-Jährigen aus Groß-Umstadt (Landkreis Darmstadt-Dieburg) geht die Polizei von einem Tötungsdelikt aus.

Bei einer Suchaktion der Polizei wurde am Samstag eine Leiche im Waldgebiet bei Saulheim in Rheinland-Pfalz gefunden. Vieles spreche dafür, dass es sich um die Vermisste handele, teilten Staatsanwaltschaft Darmstadt und Polizeipräsidium Südhessen mit. Endgültige Klarheit soll die Obduktion der Leiche erbringen.

Der Ehemann war schon kurz nach dem Verschwinden der Frau in Verdacht geraten. Er wurde in Georgien festgenommen und sitzt dort in Auslieferungshaft. Der 42-Jährige war nahezu gleichzeitig mit seiner Ehefrau verschwunden. Von ihm wussten die Behörden allerdings, dass er sich zunächst in der Türkei aufgehalten haben muss. Die Eheleute haben sowohl die türkische als auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Nach dem Mann war mit einem internationalen Haftbefehl gefahndet worden.

Die Frau hatte sich am 17. Oktober einer Bekannten anvertraut und von ernsthaften Trennungsabsichten berichtet. Am selben Tag soll es in der Wohnung der Familie zu lautstarken Auseinandersetzungen gekommen sein. Am 21. Oktober meldete eine Bekannte die Frau bei der Polizei als vermisst.

Die Familie war am 1. Juli nach Groß-Umstadt gezogen und hatte bis dahin in Erlangen (Bayern) gelebt. Dort läuft nach Polizeiangaben ein Verfahren gegen den Ehemann wegen Gewalttätigkeiten gegen seine Frau. Die drei gemeinsamen Kinder im Alter von 7, 15 und 19 Jahren seien in Deutschland sicher untergebracht, hieß es.

AP

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