Verschwundenes Ehepaar tot aufgefunden

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Polizisten durchforsten das Waldstück zwischen Abberode und Schielo (Landkreis Harz).

Schielo - Der Fall des seit Freitag vermissten Ehepaares aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz ist aufgeklärt. Die Polizei hat jetzt bizarre Details der Bluttat verraten.

Bei den am Dienstag bei Schielo in der Nähe von Harzgerode gefundenen zwei Leichen handelt es sich um die Eheleute, wie Polizeisprecher Siegfried Koch am Mittwoch in Halle mitteilte. Offenbar habe der 55-jährige Ehemann seine drei Jahre jüngere Frau getötet und sich das Leben genommen. Hinweise auf einen anderen Täter gibt es demnach nicht. Der Todeszeitpunkt war am Mittwoch noch unklar.

Eine Obduktion der Leichname in der Rechtsmedizin Halle sollte Aufschluss darüber bringen. Vermutlich sind die beiden bereits seit Donnerstag tot.

Die Frau war nach Angaben der Polizei am Donnerstag von ihrem Sohn aus einem Krankenhaus in Hettstedt abgeholt worden. Auf der Heimfahrt hielt er an einem Parkplatz an, um - wie er sagte - austreten zu gehen. Plötzlich sei ein Mann in das Auto eingestiegen und davongefahren. Der Sohn hatte danach seinen Vater beschuldigt, seine inzwischen getrennt von ihm lebende Frau entführt zu haben.

Das Auto des 55 Jahre alten Mannes war am Montag von Forstleuten in einem Waldweg entdeckt worden, es stand jedoch bereits seit Freitag dort. Am Dienstag hatte eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei mit Fährtenhunden das Gebiet bei Schielo durchkämmt und war dabei auf die Leichen gestoßen.

Das Motiv für die Tat könnte in der Beziehung zwischen beiden Eheleuten liegen. Das Paar habe in Scheidung gelebt, sagte der Polizeisprecher weiter.

dapd

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